Allein aber mit älteren Herren ist für die Modellbahnindustrie kein Geschäft zu machen. Zumal ihre Manager nach der Umstellung von der Mark zum Euro zu lange auf hohe Preise gesetzt hatten. Über 30 Euro für einen kleinen Güterwagen - das ist vielen zu viel oder für viele unerschwinglich. Fast alle großen Hersteller gerieten aus der Spur.

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Branchenführer Märklin kaufte erst Trix, dann die Lehmann Gartenbahnen. Märklin gehört selbst längst dem Hedgefonds Kings Bridge. Roco und Fleischmann landeten beim Freisinger Baustoff-Händler Franz Josef Haslberger. In Asien mit Lasermaschinen preiswert hergestellte Loks und Waggons sollen das Hobby wieder populär machen. Startpackungen gibt es sogar bei Discountern.

Die über hundert Jahre alte Spielzeug-Bahn hat sich ihre Faszination erhalten, obwohl die Hersteller dazu lange wenig beitrugen. Was geht, das zeigt die Renaissance der Modelleisenbahn auf den neuen Großanlagen - wie dem Wunderland in Hamburg.

Miniatur Wunderland, Hamburg: Gleislänge 12 000 Meter, 830 Loks, 13 900 Wagen; www.miniaturwunderland.de. Loxx am Alex, Berlin: Gleislänge 4300 Meter, 560 Loks, 11 500 Wagen; www.loxx-berlin.de. Modellbahnwelt Oberhausen: Gleislänge 4600 Meter, 250 Loks, 3000 Wagen; www.modellbahnwelt-oberhausen.de

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(SZ vom 20.12.2008/gf)