Von Sebastian Viehmann

Was M für BMW, ist JCW für Mini. Der John Cooper Works holt die Rennsport-Technik der Mini Challenge auf die Straße. Der Giftzwerg macht soviel Spaß, dass man fast die Maxi-Preise vergisst.

Mit 120 Sachen jagt der Mini um die Rennstrecke. Das ESP ist ausgeschaltet und der rote Kugelblitz driftet übermütig um die Kurven. "Bei einem richtigen Auto muss das Heck ein bisschen kommen", sagt Rauno Aaltonen und lässt den Mini John Cooper Works mit dem Hintern wackeln.

Mini John Cooper Works

Den Galopp von 0 auf 100 km/h schafft der JCW in 6,5 Sekunden, den Zwischenspurt von 80 auf 120 km/h in 5,2 Sekunden. (© Foto: Mini)

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211 Turbo-PS

Aaltonen war einer der besten Rallye-Piloten der sechziger Jahre - seine Siege auf dem Mini sind legendär. "Der alte Mini war mit 720 Kilo natürlich leichter und sehr handlich. Man konnte ihn prima in die Kurven hinein würgen, musste aber viel mehr korrigieren", erinnert sich der Rallye-Haudegen.

Rauno räumt den Fahrersitz und der Mini John Cooper Works zeigt auch uns seine Qualitäten: 211 Turbo-PS zerren gierig an den Vorderrädern, der Mini folgt jedem Lenkbefehl wie ein eifriger Rekrut. Die elektronisch gesteuerte Sperrfunktion für das Vorderachsdifferenzial sorgt dafür, dass beim Herausbeschleunigen aus der Kurve keine Antriebskräfte ungenutzt verpuffen.

Verbrannter Gummi

Der Adrenalinschub lässt uns sogar die Abkühlrunde für die Bremsen vergessen, was den kräftig zupackenden, gelochten und genuteten Scheiben allerdings nichts ausmacht. Der Motor knistert erwartungsvoll und scheint ungeduldig auf die nächste Runde zu warten. "Es gibt eben kein schöneres Parfum als den Geruch verbrannten Gummis", meint Rauno Aaltonen.

Schub-Blubber-Funktion

Mit dem John Cooper Works (JCW) können sich Mini-Fans mehr als nur einen Hauch Rennsport auf die Straße holen. Der Motor ist identisch mit den Maschinen, die bei der Mini Challenge eingesetzt werden. "Der wesentliche Unterschied ist die Abgasanlage. Schließlich lieben die Zuschauer beim Rennsport die Geräuschkulisse", sagt Gerrit Kiesgen, Chef-Motorenentwickler bei Mini.

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