Der Mini von BMW hat es in wenigen Jahren zum Kultstatus gebracht - trotz deftiger Neuwagen-Preise. Die Alternative: ein gebrauchtes Mini-Mobil. Dabei gibt es jedoch einiges zu beachten.
Wenn es heute um ein Auto mit Bezeichnung Mini geht, denkt kaum noch jemand an den legendären Kleinstwagen von einst. Ein Mini ist vor allem jenes Fahrzeug, das unter der Regie von BMW seit Anfang des Jahrtausends in Großbritannien entsteht.
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Dieser Kleinwagen hat es in wenigen Jahren zum Kultstatus gebracht - trotz deftiger Preise und eher geringem Nutzwert. Beim Gebrauchtkauf kommt es auf den Jahrgang an: Laut ADAC in München beschränken sich mögliche Probleme vor allem auf frühe Fahrzeuge.
Grundsätzlich zeigt sich der Mini von BMW als zuverlässiges Fahrzeug, das in der Pannenstatistik nach ADAC-Angaben regelmäßig vordere Plätze belegt. Die Auffälligkeiten beziehen sich in erster Linie auf Autos der Baujahre 2001 und 2002. So stand der Jahrgang 2002 für vereinzelte Motordefekte, auch Störungen in der Motorelektronik wurden bekannt. In den gleichen Jahrgang fallen Probleme im Zusammenhang mit dem Kühlsystem. Hier ging es um Lüfterdefekte und Schwierigkeiten mit dem Thermoschalter. Kupplung und Schaltgetriebe sorgten ebenfalls manchmal für Ärger.
Für das Jahr 2001 und 2002 stehen häufiger ausgehängte Schaltgestänge. Auf den Markt kam der neue Mini im Jahr 2001. Anfangs wurden das Basismodell One und der stärkere Cooper verkauft, im Jahr 2002 folgte der Cooper S mit Kompressormotor. Seit 2003 gibt es auch eine Dieselversion. 2004 wurde der Mini einem leichten Facelift unterzogen, im gleichen Jahr startete auch das Mini Cabrio.
Erste und zweite Generation unterscheiden sich wenig
Seit 2006 ist die zweite Mini-Generation auf dem Markt, die sich optisch wenig vom Vorgänger unterscheidet. Als Vorzug des Mini wird sein sportliches Fahrverhalten genannt, weniger Lob bekommt er für den hohen Grundpreis, das knappe Raumangebot und die Härte des Fahrwerks. Das Motorenangebot ist überschaubar: Im Basismodell One gibt es 66 kW/90 PS, der Cooper leistet 85 kW/115 PS, und den Cooper S gab es zunächst mit 120 kW/163 PS, ab 2004 mit 125 kW/170 PS. Der anfangs 55 kW/75 PS leistende Diesel erstarkte 2005 auf 65 kW/88 PS.
Die Beliebtheit des Mini sorgt auch für stabile Gebrauchtpreise. Laut Schwacke-Liste kostet ein Basismodell Mini One aus dem Jahr 2001 noch etwa 8800 Euro. Für einen Mini Cooper aus dem Jahr 2003 sind knapp 12.000 Euro anzulegen, ein Cooper S aus dem Jahr 2004 wird mit etwa 17.200 Euro gehandelt. Rund 20.000 Euro sind für ein Mini Cabrio Cooper S aus dem Jahr 2005 einzuplanen.
(sueddeutsche.de/dpa)
Rekord in Deutschland
Zitat:
"Wenn es heute um ein Auto mit Bezeichnung Mini geht, denkt kaum noch jemand an den legendären Kleinstwagen von einst. Ein Mini ist vor allem jenes Fahrzeug, das unter der Regie von BMW seit Anfang des Jahrtausends in Großbritannien entsteht."
Was sagt Wikipedia dazu:
"Kult (v. lat.: cultus [deorum] = Götterverehrung, aus colere [im PPP cultum] = anbauen, pflegen), auch Kultus, umfasst die Gesamtheit aller religiöser Praxis. Das abgeleitete Adjektiv lautet kultisch im Gegensatz zum slanghaften kultig als Adjektiv zu Kultstatus.
Obwohl der Begriff Kult im Allgemeinen für die Bezeichnung von religiösen/spirituellen Handlungen benutzt wird, wird er in der Alltagssprache weiter gefasst und auch auf andere Arten von ritualisierten Handlungen angewandt."
Der aktuelle, verfettete Remake des Originals mag ein durchaus brauchbares Fahrzeug sein. Kult ist jedoch etwas anderes. Wenn der Schreiberling des Artikels bei "Mini" an BMW denkt, hoffe ich, er kann das duch seine späte Geburt und Ahnungslosigkeit gepaart mit Schicki-Micki-Attitüde entschuldigen.
Ich jedenfalls denke bei Mini an Alec Issigonis. Seine Lösung war bis auf die britische Umsetzung (Qualität? kene Lust...) einfach genial, eine minimalistische Hommage an das pure fahren.
DW