Mercedes Autobahn-Autopilot Doppelkamera macht Probleme

Auf der C-25 machen die beiden Rücksensoren einen guten Job und halten den Wagen bei nachfolgendem Überholverkehr in der Spur. Derzeit funktioniert der Autobahnpilot nur auf Schnellstraßen und Autobahnen mit baulicher Trennung in einem Bereich zwischen 60 und 130 km/h.

Mehr Probleme hat die Doppelkamera, die hinter dem Innenspiegel arbeitet und Bilder an die Bordelektronik weitergibt. Als die tiefe Sonne auch den Fahrer blendet, verweigert der Autobahnpilot ohne Vorwarnung den Dienst und steuert sanft nach links Richtung Leitplanke. Der Fahrer muss eingreifen.

Die Konkurrenz schläft nicht

"Wir sind von einem serientauglichen Stand natürlich noch weit entfernt", erklärt Herrtwig. Ein paar tausend Kilometer hat der Autobahnpilot schon abgespult. Damit liegt Daimler auf Augenhöhe mit der direkten Konkurrenz von Audi, BMW, Volkswagen, Toyota oder Volvo und Firmen wie Google, die sich längst auch mit dem autonomen Fahren beschäftigen.

Es bleibt abzuwarten, wann die ersten Hersteller einen Autobahnpiloten wirklich in Serie bringen. Bei der nächsten Modellgeneration in der Luxusklasse könnte das durchaus Realität werden. Doch die Fahrt auf der Autobahn bleibt nicht die einzige Vision. Ralf Hertwig: "Beim autonomen Fahren werden zunächst das ganz langsame Fahren beim Parken und im Stau sowie die leicht kalkulierbaren Verkehre wie auf der Autobahn kommen. In der Innenstadt oder auf der Landstraße ist das alles viel schwieriger."

Die Reise zur Präsentation der Mercedes E-Klasse wurde teilweise unterstützt vom Hersteller.