Immer größer, immer stärker: Die Autoindustrie kennt vor allem diese beiden Trends. Bei Mazda lautet das Credo: Immer schöner. Bei kaum einem Hersteller hat die Optik einen so hohen Stellenwert.
Die Zeiten des Flip-Flop-Designs sind vorbei: "Bisher sind wir bei der Gestaltung immer hin- und hergependelt - mal in die eine Richtung, mal in die andere", sagt Mazdas Design-Chef Laurens van den Acker: "Früher meinten die Designer: Lass uns sein wie BMW oder wie dieser und jener Hersteller. Für mich war aber immer klar, dass wir unsere eigene Identität entwickeln müssen."
Das Nagare-Design: fließende, der Natur entlehnte Formen. (© Foto: Hersteller)
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Wogende Wellen, Blätter im Wind: alles Designvorgaben
Für Mazda scheint das wichtiger zu sein als für alle anderen japanischen Hersteller. Toyota setzt auf Vernunftautos, Daihatsu auf sparsame Autozwerge, Suzuki auf kleine Spaßmobile. "Bei Mazda ist es das Design, das uns von den Mitbewerbern unterscheidet", sagt van den Acker. "Nagare" heißt die Designsprache, der Mazda jetzt huldigt. Dort geht es um fließende, der Natur entlehnte Formen - rauschendes Wasser, wogende Wellen, Blätter im Wind.
Besonders ins Auge springt dabei der neue Mazda 2. Im Vergleich zum drögen Vorgänger hat Mazda aus voller Fahrt eine 180-Grad-Wende vollführt. Dynamische, fast organisch wirkende Formen machen den Kleinwagen zum echten Hingucker.
Stilistische Körperverletzungen aus den USA führten zur Neuorientierung
Die Geschichte der japanischen Autoindustrie lässt sich grob in drei Epochen gliedern. Im ersten Zeitalter versuchten die Japaner oft, das Design amerikanischer Autos zu imitieren - freilich größenmäßig etwas zurechtgestutzt und an japanische Bonsai-Straßen angepasst. Nachdem die US-Autobauer in den von Ölkrisen gebeutelten siebziger Jahren ziemlich am Boden lagen und eine stilistische Körperverletzung nach der anderen produzierten, orientierte sich Nippon eher am europäischen Design. Viele Japan-Autos gerieten nun allerdings so langweilig und spießig, dass man ihnen schon im fabrikneuen Zustand den Autofriedhof wünschte.
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Aufregung um Italiens Ex-Premier
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