Von Von Stefan Grundhoff

Das Autojahr 2007 war hierzulande ein Desaster, die Verkaufszahlen lausig und auch der Januar 2008 macht mit einem müden Plus nur wenig Hoffnung. Dabei merken die Hersteller immer mehr: Image ist alles.

Dass ein Auto konkurrenzfähig ist, fair gepreist und keine qualitativen Mängel hat, wird beim Neuwagenkauf längst vorausgesetzt. Umso wichtiger sind auch unterhalb des Premiumsegments mittlerweile Markenimage und Händlerschaft. VW hat es mit dem schlichten Slogan "Volkswagen - das Auto" vorgemacht. Unterstrichen wurde das ganze von Tiguan und dem Passat Coupé.

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Auch andere Marken verändern Logos, schärfen die Konturen und wollen sich stärker im unüberschaubaren Umfeld der Wettbewerber absetzen. Das allerdings ist alles andere als einfach.

Bestes Beispiel sind hier Opel und Ford. Jahrelang haben die beiden deutschen Volumenmarken an der Kette von General Motors und Ford Motor Corporation vor sich hingekränkelt. Design, Verarbeitung, Innovationskraft waren Fremdworte. Und die ehemaligen deutschen Aushängeschilder wurden klassenübergreifend von den Konkurrenten aus dem In- und Ausland überholt.

Mit einem Kraftakt bringen sich Opel und Ford langsam wieder auf Linie. Doch der Erfolg beim Kunden ist noch überschaubar. Der Schlüssel liegt auch hier am Image. Daran hat sich trotz unbestritten großer Schritte an Rhein und Main wenig getan.

Ähnlich wie der Platzhirsch Volkswagen versucht es auch Opel mit einem neuen Slogan. Während der Europa-Slogan "Discover Opel" heißt, gab es in Deutschland mit "entdecke Opel" eine muttersprachliche Variante. "Seit den Modellen Astra und Corsa haben wir bei Opel ein neues Image. Die Marke ist sexier, pfiffiger", erklärt Markensprecher Alain Visser den neuen Weg. "Wir wollten zeigen, dass es weiter nach oben geht. Aber ein Markenclaim allein kann keine Marke erklären." Opel verlor im vergangenen Jahr durchschnittlich 25 Prozent der Neuwagenkunden. Im Privatkundenbereich waren es sogar über 30 Prozent.

Dass sich bei Opel was bewegt hat, hat sich trotz prächtiger Modellneuheiten noch nicht bei allen potenziellen Kunden herumgesprochen. Immer noch trauert man in Rüsselsheim alten Zeiten hinterher, als bis hin zur Oberklasse an Opel kaum ein Weg vorbeiführte. Die Erwartungen an den Vectra-Nachfolger Insignia sind denn auch groß.

Schwere Jahre hat auch Ford hinter sich. Nach Taunus, Granada und Sierra ging es in der Publikumsgunst jahrelang bergab. Doch auch in Köln will man zurück zu alter Stärke. Design und Verarbeitung sollen es richten. Denn bei Motoren und Fahrwerk war man eh nie hinten an.

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