2009 gab es weniger tödliche Unfälle im Luftverkehr, doch die Zahl von Beinahe-Katastrophen nahm beunruhigend zu.
Es geschah zwei Tage vor Weihnachten und steht fast symbolisch für das Unfallgeschehen im Luftverkehr 2009: In Dunkelheit und bei schlechtem Wetter setzte eine Boeing 737-800 der American Airlines zu spät auf der Landebahn des Flughafens Kingston in Jamaika auf.
Die Passagiere auf dem Hudson River hatten Glück im Unglück: Pilot Sullenberger wasserte perfekt. (© Foto: AP)
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Die Piloten brachten den mit 154 Menschen besetzten Jet nicht rechtzeitig zum Stehen - mit 115 km/h schoss er über das Ende der Bahn hinaus, durchbrach einen Zaun und überquerte eine Straße. Dabei zerbrach der Rumpf in drei Teile, auf der rechten Seite riss das Triebwerk ab. Nur 15 Meter vor dem Meer kam das Wrack zum Stillstand - 90 Menschen an Bord wurden verletzt, niemand schwer.
Kaum irgendwo liegen Aufatmen und Katastrophe so nahe beieinander wie im Luftverkehr. Und 2009 gab es einige spektakuläre Fälle, in denen ein Desaster nur um Haaresbreite verhindert werden konnte. Die Gesamtbilanz für das abgelaufene Jahr fällt deshalb glimpflich aus: Nach Statistiken des Fachdienstes Aviation Safety Network (ASN) starben in weltweit 30 todbringenden Unfällen insgesamt 757 Menschen.
Das sind zwar erheblich mehr als die 577 Opfer, die 2008 verzeichnet wurden, doch es gibt trotzdem Positives zu vermelden: "Nur elf der tödlichen Unfälle betrafen Passagierflüge, das ist die geringste Zahl in mehr als sechzig Jahren", so ASN-Gründer Harro Ranter. Die Zahlen der Londoner Firma Ascend, die vor allem für Luftfahrtversicherer arbeitet, weisen ebenfalls aus, dass es noch nie auf so wenigen Passagierflügen Todesopfer gab; 2006 waren es fast doppelt so viele gewesen.
"Die Unfallrate der Branche war noch nie so niedrig", bestätigt auch IATA-Generalsekretär Giovanni Bisignani, "wir hatten gerade mal einen Unfall pro 1,75 Millionen Flüge. Das ist eine 38-prozentige Verbesserung gegenüber 2008 und fast eine Halbierung der Unfallraten von 2000", so der Chef der Organisation der weltweiten Liniengesellschaften. IATA-Sicherheitschef Gunther Matschnigg rechnet sogar vor: "Wenn man einmal am Tag fliegt, würde es statistisch für eine Person 4807 Jahre dauern, bis sie in einen Unfall verwickelt wäre."
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Diesen Artikel sollte sich dringend nochmal jemand vornehmen - am Besten an einem Ausdruck auf Papier. Man hat an mehreren Stellen den Eindruck, da wären Änderungen nicht voll eingepflegt. Ich verstehe nicht den Übergang vom Ende Seite 1 zum Anfang Seite 2, ebensowenig wie das Fragment "Sicherheitsdirektor bei Ascend." am Anfang des zweiten Absatzes auf der zweiten Seite.
Gehen wir doch mal ins Detail dieses Artikels.
Lt. Aviation Safety Network (ASN) gab es 2009 weltweit 30 Flugzeugunfälle mit 757 Toten. 2008 gab es nur 577 Tote.
Und obwohl es 2009 weltweit 180 Tote in der Luftfahrt mehr gab (+ 31%) als 2008, soll das positiv sein, weil nur 11 der 30 Flugzeugunfälle Passagierflüge waren.
Um das beurteilen zu können fehlen Fakten:
- was waren das für 19 Unfälle, die nicht Passagierflüge waren?
- wieviele Tote gab es 2009 und 2008 real bei Passagierflügen?
Ohne diese Infos wird hier mit Zahlen herumgeworfen, die uns glauben lassen sollen wie sicher die Luftfahrt ist. Irgendwie erinnert mich das an Verschleierung.
Also, warum ist ein 31%iger Anstieg der Toten im Luftverkehr nun positiv? Im Artikel steht es nicht.