Von Tobias Opitz

Der neue Lexus LS 600h will durch Hybrid die Phalanx der Nobeldiesel brechen, doch in der Praxis sieht das anders aus.

Die Ansprüche sind so groß wie das Auto selbst: Aufgepustetes wie "ultimative Luxus-Limousine", "bislang unbekanntes Fahrerlebnis", "Paradigmenwechsel im Luxus-Segment" und gar die Erfüllung "aller gesellschaftlichen Ansprüche an ein sicheres und umweltverträgliches Auto" hat sich der verantwortliche Chefingenieur Osamu Sadakata aufschreiben lassen. Diese Kränze werden dem neuen Flaggschiff der Toyota-Edelmarke Lexus gebunden - dem LS 600h, wenigstens 99.850 Euro teuer, fünf Meter lang und knapp 1,90 Meter breit.

Lexus LS600h

Für den Vortrieb sorgen Benzin- und Elektromotor - die jeweils aktuelle Konfiguration zeigt der Bordcomputer per Display. (© Grafik: Lexus)

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Ein Komplettpaket inklusive Allrad

Tatsächlich findet sich auf diesen neuneinhalb rollenden und maximal 2,7 Tonnen schweren Quadratmetern wirklich alles, was in Sachen Komfort und Sicherheit das Leben schöner und im Ernstfall nicht kürzer werden lässt.

Ein sattes Komplettpaket inklusive Allrad, das allgemein definierten Oberklasseansprüchen fraglos standhält und, weil serienmäßig, im Vergleich mit deutschen oder europäischen Mitbewerbern in der Oberklasse und deren oft mutigen Aufpreislisten fast preiswert erscheint. Das alles aber steht - auch wenn unterwegs ehrlich genossen - beim LS 600h nicht im Fokus. Denn: Nach den Lexus-Modellen RX 400h und GS 450h ist die große Limousine die dritte Variante mit Hybrid.

Dieser Mix aus einem V8-Benziner mit fünf Liter Hubraum und 290 kW (394 PS) und einem 165 kW starken Elektromotor soll nun in die Nobeldiesel-Phalanx aus Audi A8 4.2 TDI, BMW 745d oder Mercedes S 420 CDI einbrechen und die großen Selbstzünder beim Verbrauch und damit bei den Emissionen in den Schatten stellen.

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