55.000 Erdgasfahrzeuge auf Deutschlands Straßen, 150.000 neue Arbeitsplätze, ungewöhnliche Unternehmens-Kooperationen: Der Klimawandel treibt die Innovationen im Mobilitätssektor voran.
Die weltweit wachsende Nachfrage nach Biokraftstoffen sowie Biokraftstoffanlagen übersteigt schon jetzt die Kapazitäten der Branche - das teilte die Marktplattform "Clean Moves" auf der Hannover Messe mit. Bis 2010 benötigt allein Deutschland eine zusätzliche Kapazität von 1,3 Millionen Tonnen an Bioethanol pro Jahr. Über 150.000 Arbeitsplätze sind neu in diesem Bereich entstanden. In Deutschland stehen derzeit Biodieselanlagen mit einer Gesamtkapazität von 4,8 Millionen Tonnen pro Jahr - damit können über zehn Millionen Tonnen CO2 eingespart werden.
Der sogenannten "Engery Globe" war auf der Hannover Messe zu sehen und sollte den Klimawandel darstellen. (© Foto: ap)
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"Die technischen Möglichkeiten der heutigen Anlagengeneration sind bei weitem noch nicht ausgeschöpft. Wir werden eine deutliche Verbesserung der Energieeffizienz in Anlagen für synthetische Kraftstoffe erreichen. Integrierte Produktionsanlagen werden eine annähernd 100-prozentige Ausnutzung der Pflanzenrohstoffe ermöglichen. Biokraftstoffe bringen auch Innovation in die Landwirtschaft, Landwirte werden zu Energiewirten", sagt Dr. Ludolf Plass, Senior Vice President der Lurgi AG.
Neu an der Sache ist, dass zahlreiche Unternehmen miteinander kooperieren, um die Versorgung mit Biokraftstoffe zu gewährleisten und gleichzeitig Technologien weiter zu entwickeln, um den alternativen Energieträger auch einzusetzen.
Klimaschutz geht alle an: Zahlreiche Unternehmen kooperieren
Im Boot sitzen Branchenriesen wie Volkswagen oder BP. BP ist heute bereits einer der weltweit tätigen Versorger mit konventionellen Biokraftstoffen: 2006 verkaufte BP über Beimischungen zu Kraftstoffen über 3,5 Milliarden Liter Biokomponenten, davon allein 850 Millionen Liter in Deutschland. Die BP-Gruppe wird in den kommenden zehn Jahren eine Milliarde US-Dollar investieren, um damit eine weltweit führende Position im Geschäft mit Biokraftstoffen der nächsten Generation auszubauen. Davon entfallen 500 Millionen US-Dollar in den nächsten fünf Jahren auf die neue Geschäftseinheit "BP Biofuels", über die neuartige Biokraftstoffe vermarktet werden sollen.
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Rekord in Deutschland
Das stimmt. Es ist auch zu befürchten, dass in Südamerika noch mehr Wald für Sojaplantagen gerodet wird. Aus Sojabohnen kann man ja über Zwischenschritte nicht nur Steaks für die Wampen des Nordens herstellen, sondern auch "Biodiesel" für deren ebenfalls übergewichtige Karossen.
Sehr zu empfehlen dagegen: www.loremo.com
Vielen Dank an Herrn Kendel für unermüdliche Beiträge zu diesem Thema.
Vor 2 Monaten fand ich über die Webseite der Stadt München eine Fahrgemeinschaft für den täglichen Weg zur Arbeit. Das funktioniert ganz wunderbar, wir wechseln uns ab, und jeder halbiert damit seine Benzinkosten. Das sind monatlich ca. 70 Euro, und grad in der Rush-Hour auch Verkehr und CO²-Emissionen.
Nachmachen!
Die Produktion von Biokraftstoffen findet größtenteil auf Ackerflächen statt, die ebensogut zum Anbau von Nahrungsmitteln geeignet sind.
Dadurch konkurriert unser Bedürfnis nach ungebremster Mobilität direkt mit dem Bedürfnis des Rests der Menschheit nach Nahrung.
Solange weltweit Menschen verhungern, sollten wir uns vielleicht eher überlegen, unsere Mobilität einzuschränken anstatt "Essen" als Kraftstoff zu verbrennen.
Zudem ist abzusehen, dass in Ländern wie Brasilien Regenwald abgeholz wird, um neue Ackerflächen für Biokraftstoffe bekommen.
Rückschau: in den zurückliegenden 80 Jahren wurden reihenweise umweltverträgliche Lösungen unterbunden und zwar durch Horden von Agenten im Dienste der Energielobbys.
Draufgegangen sind hunderttausende Umwelterfinder weltweit. Eine ganze Menge davon in der BRD. Der Umschwung kommt viel zu spät. Die Natur lässt sich nicht foppen. richard kendel