Mit der zweiten Golf-Generation gelang der Aufstieg zum Schulsprecher. 1985 wurde Volkswagen mit 760.000 verkauften Fahrzeugen zur Nummer Eins in Europa. Der Golf 2, ab 1983 gebaut, war länger als sein Vorgänger und hatte 30 Prozent mehr Platz im Kofferraum. Das Auto holte in zahllosen Vergleichstest reihenweise Trophäen heim. Schließlich wurde der Golf Namensgeber für eine ganze Fahrzeugklasse und ist es bis heute geblieben. Manchmal hat man den Eindruck, dass heute noch mehr Golf II auf Deutschlands Straßen unterwegs sind als Golf III. Vielleicht liegt das an der sorgfältigen Hohlraumversiegelung, bei der alle Bleche zunächst auf 60 Grad erwärmt und dann in heißes, flüssiges Wachs getaucht wurden.
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Die dritte Modellgeneration ab 1991 legte neben einem rundlicheren Design und wieder mehr Platz den Schwerpunkt auf Sicherheit und Umweltschutz. Gleichzeitig setzte der VR6 neue Maßstäbe in Sachen Golf-Sport. Mit dem Kombi Variant bekam das Auto Familienzuwachs, und 1993 war auch das Cabrio wieder da, allerdings konnte es nie den Kultstatus des Erdbeerkörbchens erreichen.
Mit den Generationen IV und V wurde der Golf schnittiger, moderner, stärker, sicherer - und teurer. Seiner Beliebtheit tut das bis zum heutigen Tag keinen Abbruch. Vielleicht kann man das Erfolgsgeheimnis des Klassensprechers erklären, wenn man sich um eine weibliche Perspektive bemüht: Ein französisches Auto ist der Typ zum Flirten, ein Japaner der Musterschüler, der einem immer bei den Rechenaufgaben hilft, ein Italiener der rassige Außenseiter. Aber der Golf ist der Typ zum Heiraten. Er kann vieles nicht besser als die Konkurrenz, aber alles mindestens gut.
Mittlerweile ist der 25-millionste Golf vom Band gerollt
Florian Illies hat im Jahr 2000 in seinem Buch "Generation Golf" versucht, den Golf als Namensgeber einer unpolitischen, markenorientierten Generation zu etablieren. Doch der Golf mit seinen zahllosen Modell- und Motorvarianten ist weitaus vielschichtiger. Er eignet sich als Wochenendgefährt für gesetzte Rentner ebenso wie als trendige Familienkutsche, PS-starke Heizspirale oder zugemülltes Studentenfahrzeug mit Anti-Atomkraft-Sticker auf der Heckscheibe.
Mittlerweile ist der 25-millionste Golf vom Band gerollt. Die Wolfsburger feierten das mit einem großen Fest für die Mitarbeiter. Denn so erfolgreich der Golf auch ist - er ist zum Erfolg verdammt. Auch mit der kommenden Generation VI wird VW keine Experimente machen. Statt eines völlig neuen Modells gibt es eine "GP" (große Produktaufwertung). Und dabei dürfte so manche Detaillösung simpler ausfallen als beim Vorgänger. Mit dem neuen Modell will VW vor allem die Produktionskosten senken - die Herstellung des ziemlich komplexen Autos ist im Vergleich zur Konkurrenz einfach zu teuer geworden.
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(sueddeutsche.de/Pressinform)
Kuriose Schilder (4)
Leider typisch für deutsche Autos: Langweilig, hässlich und extrem teuer! Nicht mehr mal die Qualität ist besser! Ausser man liest die erfundenen Lobpreisungen in Auto-Motor-und-Sport & Co.
hab ich mit 175000 km übernommen, fahre jedes Jahr ca . 40000km, braucht nur 4,5-5 Liter. Ich würde gerne auf Pflanzenöl umsteigen - lohnt sich aber nicht mehr, weil im Biokraft- stoffquotengesetz natives Pflanzenöl nicht berücksichtigt wird, und somit teurer als Diesel sein wird. Ein Erfolg der Mineralölindustrie und ihrer Lobby im Bundestag, einen zunehmend erfolgreichen Alternativmarkt zu beseitigen. Doch behalte ich trotz mittlerweile ca. 620 Euro Steuern den Golf, so werde ich, wenn es bei den Plänen bleibt, ab 2008 nicht mehr zuhause parken können, meinen Job nicht mehr ausüben können, wegen der "Umweltzonen". Mein Vorhaben, einen Dieselfilter einzubauen, kann ich mir abschminken, weil es keinen dafür geben wird. Wie lautete noch das "hohle" Motto einer VW-Werbekampagne vor ein paar Monaten: "Golf Nr. xxxxxxxxxx. Wir lieben/schätzen jedes einzelne Modell." Oder so ähnlich. Ha, ha!
Wassergekühlter Heckmotor???
Das Bild #7 zeigt nicht den Ur-Golf von 1974, sondern den Golf I nach dem ersten Facelift (erkennbar an den klobigen Kunststoffstoßstangen). Dieses Modell wurde ab 1978 gebaut.
Mein erstes eigenes Auto war natürlich ein Golf I Bj. 1978, 4 Türen 1,1 Liter, 50 PS. War bei Erwerb sage und schreibe 12 Jahre alt, hatte gerade einmal 100 Tsd Km auf dem Tacho und war natürlich ein Damenfahrzeug, was auf eine schonende Fahrweise der Vorbesitzer hindeuten sollte. Half alles nichts, der erste Austauschmotor war bei KM 103 Tsd von Nöten, der zweite bei 150 Tsd. Beide für jeweils 500 DM plus 2 Kästen Bier für den Einbau durch nettem Kumpel. Als ich ihn dann schließlich höchstpersönlich zum Entsorger brachte, hatte er mehr als 220 Tsd KM hinter sich und war fast 17 Jahre jung. Zweimal hat er die TüV Plakette ohne Mängel beim ersten Anlauf bekommen und heute läge er vom Style her wieder voll im Trend. Er war nämlich weiß und hatte eine schwarze Innenausstattung. Ein Traum von einem Automobil;-) Mittlerweile fahre ich Peugeot, VW ist mir zu "Premium". Obwohl zwei Touaregs kosten ja gar nicht so viel wie man denkt, jedenfalls sagt das VW.
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