Er war der größte Glücksgriff, den VW je gemacht hat - abgesehen vom Käfer. Der Golf als Namensgeber einer ganzen Fahrzeugklasse hat viele Höhen und bis jetzt noch keine echten Tiefen durchlebt. Warum eigentlich?
Können Sie sich noch an Ihr erstes Auto erinnern? Meines war Baujahr 1988, hatte 55 PS, vier Gänge, fünf Türen und weder ABS noch Servolenkung. "Schnecki" nannten wir das Auto in unserer Familie, weil sein Motor so spritzig war wie ein Kommunalbeamter am Montagmorgen. Aber Schnecki hatte viel Platz, machte alles mit und ließ uns (fast) nie im Stich. Und er war - erraten - ein Golf.
Das waren noch Armaturenbretter: simpel, logisch, ohne überflüssiegen Zierrat. (© Foto: Pressinform)
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"Der neue Volkssport: Golf" titelte 1974 die VW-Werbeabteilung
Als der Ur-Golf 1974 in Wolfsburg vom Fließband rollte, war er ein echtes Wagnis: Er brach mit der Tradition des wassergekühlten Heckmotors. Beim Design hatte VW durch den K70 zwar schon angedroht, dass dem Käfer- und Nasenbär-Volk eckige Zeiten bevorstanden. Aber die von Giorgio Giugiaro modellierte Hülle war dann doch moderner, als sich viele vorgestellt hatten. "Der neue Volkssport: Golf" titelte die VW-Werbeabteilung. Und nahm damit die Zukunft der kleinen Kante schon vorweg, obwohl das Auto am Anfang mit etlichen Kinderkrankheiten zu kämpfen hatte.
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Leider typisch für deutsche Autos: Langweilig, hässlich und extrem teuer! Nicht mehr mal die Qualität ist besser! Ausser man liest die erfundenen Lobpreisungen in Auto-Motor-und-Sport & Co.
hab ich mit 175000 km übernommen, fahre jedes Jahr ca . 40000km, braucht nur 4,5-5 Liter. Ich würde gerne auf Pflanzenöl umsteigen - lohnt sich aber nicht mehr, weil im Biokraft- stoffquotengesetz natives Pflanzenöl nicht berücksichtigt wird, und somit teurer als Diesel sein wird. Ein Erfolg der Mineralölindustrie und ihrer Lobby im Bundestag, einen zunehmend erfolgreichen Alternativmarkt zu beseitigen. Doch behalte ich trotz mittlerweile ca. 620 Euro Steuern den Golf, so werde ich, wenn es bei den Plänen bleibt, ab 2008 nicht mehr zuhause parken können, meinen Job nicht mehr ausüben können, wegen der "Umweltzonen". Mein Vorhaben, einen Dieselfilter einzubauen, kann ich mir abschminken, weil es keinen dafür geben wird. Wie lautete noch das "hohle" Motto einer VW-Werbekampagne vor ein paar Monaten: "Golf Nr. xxxxxxxxxx. Wir lieben/schätzen jedes einzelne Modell." Oder so ähnlich. Ha, ha!
Wassergekühlter Heckmotor???
Das Bild #7 zeigt nicht den Ur-Golf von 1974, sondern den Golf I nach dem ersten Facelift (erkennbar an den klobigen Kunststoffstoßstangen). Dieses Modell wurde ab 1978 gebaut.
Mein erstes eigenes Auto war natürlich ein Golf I Bj. 1978, 4 Türen 1,1 Liter, 50 PS. War bei Erwerb sage und schreibe 12 Jahre alt, hatte gerade einmal 100 Tsd Km auf dem Tacho und war natürlich ein Damenfahrzeug, was auf eine schonende Fahrweise der Vorbesitzer hindeuten sollte. Half alles nichts, der erste Austauschmotor war bei KM 103 Tsd von Nöten, der zweite bei 150 Tsd. Beide für jeweils 500 DM plus 2 Kästen Bier für den Einbau durch nettem Kumpel. Als ich ihn dann schließlich höchstpersönlich zum Entsorger brachte, hatte er mehr als 220 Tsd KM hinter sich und war fast 17 Jahre jung. Zweimal hat er die TüV Plakette ohne Mängel beim ersten Anlauf bekommen und heute läge er vom Style her wieder voll im Trend. Er war nämlich weiß und hatte eine schwarze Innenausstattung. Ein Traum von einem Automobil;-) Mittlerweile fahre ich Peugeot, VW ist mir zu "Premium". Obwohl zwei Touaregs kosten ja gar nicht so viel wie man denkt, jedenfalls sagt das VW.
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