Es gibt da eben diesen Unterschied zwischen verklärter Erinnerung und Realität: War der Panda, "die tolle Kiste" von Fiat, wirklich so toll? Auf alle Fälle zeigte er, wie spartanisch Autos sein konnten.
Optisch war er in der Tat eine Kiste, der Panda mit seiner kantigen und glattflächeigen Form - ob er auch toll war, ist eher eine Frage des zeitlichen Betrachtungswinkels. Wer sich heute mit verklärten Erinnerungen an Studenten-Zeiten und das warme Wir-Gefühl der Anti-Pershing-Demos in einen Ur-Panda setzt, der wird schon über den spärlichen Platz und die lümmeligen Sitze fluchen, bevor er überhaupt noch den Zündschlüssel umgedreht hat.
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Designer Giugiaro: "Ein Haushaltgerät auf Rädern"
1980, als der kleine Panda zum ersten Mal auf die Straßen kam, galt er als nahezu revolutionär. Mit seinem Minimalismus fügte er sich fast nahtlos in die Ahnenreihe von Fiat 500, Citroëns Ente und Renault R4. Sein Designer Giorgio Giugiaro nannte ihn einmal wenig charmant ein "Haushaltsgerät auf Rädern". Aber ziemlich genau das war der Fiat Panda auch: Eines der ersten Dinge für den eigenen Haushalt, das man sich nach dem Umzug von Zuhause in die Studentenbude zulegte - nach Papierballon-Lampe, Tee-Set und Ikea-Küchentisch. Und mit dem man sich auch als Chef oder als Frau vom Chef noch ohne Image-Verlust sehen lassen konnte.
Mit umgerechnet weit weniger als 5000 Euro Kaufpreis war der nur 700 Kilogramm schwere Panda noch relativ günstig - der erste eigene war ohnehin gebraucht. Den kleinen Preis für das kleine Auto schafften die Italiener schon damals nur durch Reduktion auf das Wesentliche - und mit vielen, durchaus pfiffigen Einzellösungen. Zu letzterem gehörte der Aschenbecher aus Plastik, der - festgeklemmt auf der Armaturenablage - zwischen Fahrer und Beifahrer über die ganze Breite hin- und her geschoben werden konnte (eine Idee, die noch im Uno übernommen wurde). Zu ersterem das viele unverkleidete, in Wagenfarbe gespritzte Blech im Innenraum, das - genial klappbare - "Campinggestühl" vorne und hinten in der allerersten Baureihe oder die unverkleideten Halterungen für die Sicherheitsgurte im Kofferraum.
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"Natürlich ist ein Panda, der mit 70km/h mit einer S-Klasse frontal kollidiert, eine "Todesfalle". Wie im Übrigen 90% aller PKW. "
Falsch. Denn der Frontalaufprall ist die Ausnahme, der seitlich versetzte die Regel. Selbst bei Horror-Crashs auf der Landstraße macht es einen ganz gewaltigen Unterschied, in welchem Fahrzeug Sie sitzen. Und auch, wo sie sitzen. Meine Erfahrung nach 10 Jahren Feuerwehr: Knallt es mit einer kleinen Müsli-Schachtel, erwischt es oft alle Insassen heftig. Ist es ein dicker (und moderner) Schlitten, können Beifahrer und Passagiere (bei seitl. versetztem Aufprall Fahrerseite) manchmal nur mit leichten Blessuren oder leichten Kratzern aussteigen. Entscheidend ist weiterhin: Seitenscheiben aus Verbundglas (Audi!), Sitz und Gurt richtig eingestellt, Kopfstütze brauchbar und korrekt platziert (die Kopfstütze im neuen Fiat 500 halte ich z.B. für äußerst bedenklich)? Wenns knallt, würde ich gerne in einem Audi, Volvo oder Benz sitzen.
'Das ist natürlich für *Sie* ein Grund, sich ebenfalls ein SUV mit 2,5T Leergewicht zuzulegen. Ich nehme weiterhin an, dass Sie sich nur vollvermummt mit schusssicherer Weste und Helm aus dem Haus trauen, Aufzüge vermeiden und in keinem Falle Zweirad fahren, hab* ich recht?"
Ist das Ihr Diskussionsniveau? Auweia.
"Im Übrigen (auch ich wiederhole mich): Man nehme eine Sicherheitszelle (ca. 25Kg, anständige Sitze und Gurte, schon ist der alte Panda sicher."
Ungefähr so sicher wie der Nachfolger? http://www.adac.de/Tests/Crash_Tests/Automodelle/Fiat_Panda_9_2003.asp?ComponentID=101262&SourcePageID=8650
Hihihi!
ach, der/die/das isakovic schon wieder. Wie haben Sie mich letztes mal tituliert? "Kampf-Grüner"?
Für Sie sind wohl alle, die den "Fortschritt" etwas kritisch beäugen, sentimental-konservative Spinner, oder?
Natürlich ist ein Panda, der mit 70km/h mit einer S-Klasse frontal kollidiert, eine "Todesfalle". Wie im Übrigen 90% aller PKW.
Das ist natürlich für *Sie* ein Grund, sich ebenfalls ein SUV mit 2,5T Leergewicht zuzulegen. Ich nehme weiterhin an, dass Sie sich nur vollvermummt mit schusssicherer Weste und Helm aus dem Haus trauen, Aufzüge vermeiden und in keinem Falle Zweirad fahren, hab* ich recht?
Spass beiseite, es ist klar, dass ein Panda Bjhr. 80 nicht die Ekstase verursachenden 5 NCAP Sterne bekommen hätte. Aber mit heutiger Technik wäre das *ohne* erhöhtes Leergewicht ohne weiteres zu machen. DAS wäre Fortschritt.
Im Übrigen (auch ich wiederhole mich): Man nehme eine Sicherheitszelle (ca. 25Kg, anständige Sitze und Gurte, schon ist der alte Panda sicher.
Sie sind dran.
DW
Habe einmal auf der Landstraße gesehen, was nach einem Crash von Panda-Insassen übrig blieb. Für die gabs dann auch ne Kiste - aber keine so tolle. Charme und Alltagstauglichkeit hin oder her - für unseren Nachwuchs gabs als ersten fahrbaren Untersatz ein richtiges Auto und keine Keksdose mit Faltdach.
In Italien fahrfen übrigens noch ne ganze Menge rum. Es gibt einen Flughafen (ich glaube, es ist Turin), wo es von Pandas nur so wuselt - sogar ein "Follow-Me"-Panda verrichtet da noch seinen Dienst.
Der Erfolg des neuen Fiat 500 zeigt, dass man kultiges Desing auch mit zeitgemäßer Sicherheit erreichen kann. Das könnte unser erster Fiat werden.
Ein tapferes Autochen, mit dem Herzen eines kleinen Traktors, das immer fährt - solange man es fahren lässt -, selbst wenn es schon ganz kaputt ist.
Ich kann Ihnen bzgl. der Vorteile eines Panda`s nur beipflichten...............ich bin meine Panda´s super gern gefahren! Optisch gesehen fand bzw. finde ich diese Kastenform sehr ansprechend. Heutzutage sind sich die Fahrzeuge leider viel zu ähnlich.
Paging