Zwischenzeitlich hatte der seit 2006 amtierende Daimler-Chef Dieter Zetsche auch erwogen, Smart ganz zu verkaufen. Allein, es fand sich kein Interessent. Unter keinem guten Stern stand von Anfang an das Konzept, dem knuffigen Zweisitzer weitere Fahrzeugkonzepte an die Seite zu stellen. 2003 kam der Smart Roadster nebst einem Coupé, 2004 der Viersitzer Forfour auf den Markt. Die Verkaufszahlen waren aber so kläglich, dass diese Varianten 2006 wieder eingestampft wurden und der bereits geplante Smart-Geländewagen gar nicht erst auf den Markt rollte. Dies alles, damit Smart 2007 endlich schwarze Zahlen schrieb.

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Banker schätzen, dass der Autokonzern mit Smart inklusive Anlaufkosten alles in allem acht Milliarden Euro verbrannt hat. Dafür sieht die Zukunft viel freundlicher aus. Nach dem geglückten USA-Start soll der Flitzer 2009 auch in China zu haben sein, und 2010 kommt der Smart dann in einer Version, die auch Vordenker Hayek von Anfang an vorgeschwebt hatte: der E-Smart mit Elektromotor.

Zum Zehnjährigen ist am 3. September erst einmal großer Bahnhof in "Smartville", im elsässischen Hambach angesagt. Zur Feier im Produktionswerk reist auch Dieter Zetsche an, nicht nur Konzernchef, sondern zugleich Vorstand der Mercedes-Car-Group. Unter seinen Augen soll an diesem Tag der einmillionste Smart vom Band laufen. Kürzlich erst sagte Zetsche: "Wenn wir den Smart nicht vor zehn Jahren erfunden hätten, müssten wir ihn heute erfinden." Das hätte angesichts der Dezenniums-Bilanz am Ende auch noch gereicht.

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(SZ vom 30.08.2008/gf)