75 Jahre Peugeot in Deutschland:Bonjour Vitesse

Schicke Limousinen, heiße Rennsemmeln und kleine Stromer: Seit 75 Jahren verkauft Peugeot nun schon Autos in Deutschland. Neuerdings rangieren die Franzosen sogar unter den Top Five der Sportwagenanbieter.

Sebastian Viehmann

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(Foto: Peugeot)

Schicke Limousinen, heiße Rennsemmeln und kleine Stromer: Seit 75 Jahren verkauft Peugeot Automobile in Deutschland. Neuerdings rangieren die Franzosen sogar unter den Top Five der Sportwagenanbieter. Der erste in Deutschland registrierte Peugeot tuckerte 1907 übers Kopfsteinpflaster. Der offizielle Import begann ...

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(Foto: Peugeot)

...dann später, nämlich 1936 in Saarbrücken. Die Kraftwagen-Handelsgesellschaft "Kochte & Rech" mietete eine Garage mit Werkstatt, Büros und Tankstelle. Die Verkaufszahlen blieben bescheiden, erst nach dem Zweiten Weltkrieg brummte das Geschäft. Im Bild: das Logo der Generalvertretung Carl Jeschek

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(Foto: Pressinform)

Das erste Nachkriegsmodell war der 203, der in den Inflationswirren des Jahres 1948 eine Million Saarfranken kostete. Im Bild: ein Werbeplakat von 1948

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(Foto: Peugeot)

Der wohl bekannteste Peugeot der frühen Nachkriegsjahre war das Modell 403 von 1955. Es Wurde knapp über 1,2 Millionen Mal produziert. Die Cabrio-Version des 403 ging als Dienstfahrzeug von Inspektor Columbo in die Filmgeschichte ein und fand auch in Deutschland seine Fans. Die fuhren den Wagen gern offen, während der Inspektor das Verdeck seiner Rostlaube fast nie abwarf. Im Bild: Peugeot 403

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(Foto: Peugeot)

In den sechziger Jahren war der Peugeot 404 das Aushängeschild der Löwenmarke. Er avancierte mit seinen winzigen Heckflossen zum Straßenkreuzer des kleinen Mannes. Im Bild: Werbeplakat für den Peugeot 404

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(Foto: Peugeot)

Dem 404 folgte 1968 der 504. Die Technik des Wagens konnte sich sehen lassen: Einzelradaufhängung und Scheibenbremsen an allen vier Rädern hatte damals bei weitem nicht jeder.  Es gab den 504 als Limousine, Kombi, Coupé, Cabriolet und in manchen Ländern sogar als Pick-up. Seine besten Jahre hatte er in den Siebzigern. Allein 1975 wurden in Deutschland mehr als 27.000 Exemplare zugelassen, insgesamt waren es von 1968 bis 1985 mehr als 213.000 Stück. In Deutschland war der 504 zudem der erste Peugeot mit geregeltem Katalysator.

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(Foto: Peugeot)

Ein typische Peugeot-Werbung von 1974 - mit dem 504 im Hintergrund.

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(Foto: Peugeot)

Der Peugeot 505 wurde 1979 als Nachfolger des Peugeot 504 vorgestellt. Er trat ein schweres Erbe an, da der 504 bis dato das erfolgreichste Peugeot-Modell gewesen war. Die Technik wurde weitgehend vom Peugeot 504 übernommen. Das Design des Auto galt aber schon bei seinem Erscheinen als überholt und zu konservativ - weswegen der Wagen auch nie die in ihn gesteckten Erwartungen erfüllte. Der 505 war zudem das letzte hinterradgetriebene Peugeotmodell und zudem der letzte Peugeot mit dem Markengesicht der sechziger Jahre

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(Foto: Peugeot)

Ein großer Erfolg war auch der Peugeot 205. Kaum ein Auto versprühte solch ein jugendliches Image wie der kleine Franzose, der Generationen von Fahranfängern ein täglicher Begleiter wurde. Nicht einmal die labberige Schaltung oder die tristen Plastik-Wüsten im Innenraum konnten die Liebe zum 205 trüben. Der Wagen feierte im September 1983 seine Deutschland-Premiere. Insgesamt wurde er 5.278.000 Mal gebaut.

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(Foto: Peugeot)

Sogar in der Golf-Klasse konnte er räubern, denn die Dimensionen des 205 lagen für damalige Verhältnisse irgendwo zwischen Klein- und Kompaktwagen. Sein bestes Jahr hatte er 1991 mit 62.496 Zulassungen. Der Autohunger der neuen Bundesbürger nach der Wiedervereinigung hatte daran natürlich seinen Anteil.

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(Foto: Peugeot)

Der Kleinwagen brachte Peugeot zudem ein ganz neues, sportliches Image, denn es gab ihn bald als 205 GTI (im Bild). Der erste Dreitürer der Modellfamilie hatte zum Markstart einen 1,6 Liter großen Vierzylindermotor mit 105 PS unter der Haube, die bei 6250 Umdrehungen anlagen. Mit 19.295 D-Mark war der Kraftzwerg freilich nicht billig, ein Golf GTI kostete damals knapp 22.000 Mark.

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(Foto: Peugeot)

Dank des Leergewichts von 850 Kilogramm beschleunigte der Peugeot in 8,7 Sekunden von 0 auf Tempo 100. Der Umgang mit dem starken Fronttriebler erforderte aber einen sensiblen Gasfuß, besonders bei Nässe: Bei unsensiblem Gasfuß drehten die Antriebsräder noch im dritten Gang durch. Und natürlich eignete sich der 205 auch hervorragend als Rallye-Fahrzeug.

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(Foto: Peugeot)

Der Peugeot 405 (gebaut von 1987 bis 1995) wurde im Saarland sogar als Polizeifahrzeug eingesetzt - als Limousine und als Break (Kombi).

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(Foto: Peugeot)

Den Erfolg des hochgezüchteten GTI können heute Autos wie der 207 THP oder 308 THP GTi nicht so recht wiederholen. Doch Peugeot findet sich trotzdem unter den Top Five der deutschen Sportwagenanbieter - und zwar dank des Coupé-Renners RCZ. Von Januar bis Oktober 2011 wurden in Deutschland 2123 Peugeot RCZ zugelassen, damit schlug der schnelle Franzose sogar knapp die Porsche Cayman und Boxster.

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(Foto: Peugeot)

Mit Autos wie dem 508 spielte sich Peugeot auch in Sachen Design wieder in den Vordergrund, sehenswerte Studien wie der SxC oder HX1 halfen dabei. Ein kleiner, aber recht hübscher Pfeil im Köcher ist der neue ...

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(Foto: Peugeot)

... 208. Weil der 207 doch arg groß und schwer geraten ist - wovon auch der Erfolg des 206 Plus zeugt - wird der 208 deutlich abspecken und beim Leergewicht weit unter eine Tonne bleiben. Mit 3,96 Metern ist er zudem etwas kürzer als der 207. Zu sehen ist der 208 erstmals auf dem Genfer Salon, nach Deutschland kommt er im April 2012.

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(Foto: Peugeot)

Als der Peugeot 206+ vorgestellt wurde, hatte Peugeot schon längst auf 207 hochgezählt - doch in Zeiten der Krise wird er kurzerhand als Billigmodell 206+ noch einmal neu aufgelegt.

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(Foto: Peugeot)

Die elektrische Revolution kommt auf leisen und ganz bescheidenen Sohlen. 179 Mal wurde der Stromer Peugeot Ion (Bild) in diesem Jahr in Deutschland zugelassen. Ein Verkaufsschlager sieht anders aus. Trotzdem ...

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(Foto: Peugeot)

... setzen die Franzosen auf alternative Antriebe. Beim 3008 und 508 soll künftig jedes vierte Modell mit Hybridantrieb verkauft werden. Peugeot will also mehr sein als eine Brot-und-Butter-Marke, auch wenn die erfolgreichsten Modelle in Deutschland brave Kleinwagen und Kompaktklässler sind. Im Bild: Querschnitt durch den Peugeot 3008 HYbrid4

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(Foto: Peugeot)

Der 207 führt die Verkaufszahlen an, gefolgt vom 308 und 206 Plus. Letzterer verlängert den Erfolg des 206, denn kein Peugeot verkaufte sich in Deutschland jemals besser: Mehr als 450.000 waren es bis 2010. insgesamt hat die Löwenmarke bis jetzt mehr als 3,3 Millionen Autos nach Deutschland exportiert. 1,2 Millionen davon sind immer noch auf unseren Straßen unterwegs. Im Bild: Peugeot 308 CC

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