Für die jüngere Generation bleibt natürlich der MX-5 die Mazda-Ikone schlechthin. Mittlerweile ist er in der dritten Generation angekommen und hat sich mit mehr als 850.000 Exemplaren einen Eintrag ins Guinness-Buch der Rekorde als meist verkaufter Roadster aller Zeiten gesichert. "Jinba Ittai" nennen die Japaner ihre Fahrspaß-Formel, die "Einheit von Ross und Reiter". Und die hat sich der MX-5 bis heute bewahrt: Niedriges Gewicht, drehfreudige Motoren, eine knackige Schaltung mit extrem kurzen Wegen und ein simples Stoffdach, das sich mit einer Hand bedienen lässt - auch wenn es für bequeme Piloten längst ein optionales Stahldach gibt.

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Im vergangenen Jahr feierte der Roadster sein 20-Jähriges. "Wir haben diverse Events organisiert, darunter auch das große Geburtstagstreffen in Le Mans. Es kamen Autos aus ganz Europa", sagt Serge Galonnier, Präsident des französischen MX-5 Passion Club. Der Ort der Party war mit Bedacht gewählt, denn die Marke schrieb 1991 in Le Mans Motorsport-Geschichte, als mit dem Mazda 787B erstmals ein Wankel-Fahrzeug das berühmte 24-Stunden-Rennen gewann.

Im MX-5 arbeitet natürlich ein Vierzylinder-Benziner. Die Rennsemmel Mazda 3 MPS setzt ebenfalls auf einen branchenüblichen Antrieb mit vier Zylindern und Turboaufladung. Doch im Sportwagen RX-8 hält Mazda dem Wankel bis heute die Treue. Der ungewöhnliche Renner, bei dem der rote Bereich erst kurz vor 9000 Touren beginnt, ist ein Exot auf deutschen Straßen. Der hohe Öl- und Benzinverbrauch des drehfreudigen Motors ist daran nicht ganz unschuldig.

Bei allen anderen Mazdas ist der Rotationskolbenmotor ohnehin modernen Direkteinspritzern gewichen. 2011 kommt eine neue Motorengeneration mit Start-Stopp-Automatik. Die Konkurrenz hat solche Systeme allerdings schon längst. Um die Durchschnittsverbräuche weiter zu senken, will Mazda das Gewicht jeder neuen Modellgeneration um 100 Kilogramm senken. Für die Zukunft ist übrigens nicht ausgeschlossen, dass der Wankelmotor doch noch ein Revival erlebt. Nur noch wenige Hersteller setzen auf das Wasserstoffauto. Mazda gehört dazu und verbrennt den Treibstoff direkt im Wankelmotor, denn der eignet sich dafür besser als Hubkolbenmotoren. Die Serienreife liegt aber noch in weiter Ferne.

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  1. Nippon auf vollen Touren
  2. Sie lesen jetzt Formel für Fahrspaß
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(sueddeutsche.de/Pressinform/juwe)