Internet im Auto Kommunikation zwischen Handy-Herstellern und Autobauern hakt

Noch bequemer ist es, die Route am PC zu erstellen und sie ans Auto zu senden - das geht bei allen drei Premiumherstellern. Ebenfalls verfügbar: Internetzugang im Auto. Damit lassen sich Mails auch im Fahrzeug abrufen, wo man sie sich dann von einer synthetischen Stimme vorlesen lassen kann. Auf Dauer aber ist das schwer erträglich. Mitfahrer können natürlich auch ihr eigenes Telefon und dessen Internetzugang nutzen. Bei Mercedes müssen sie das meist sogar, denn Comand Online baut Internetverbindungen über eine Bluetooth-Brücke auf. Das unterstützen aber viele Handy-Hersteller nicht.

Zum Thema Smartphone-Integration herrscht bei allen drei Herstellern ansonsten ein etwas verkrampftes Verhältnis. Das hat Gründe, denn so einfach, wie manche sich das vorstellen, können Apps nicht auf dem Bildschirm des Bordsystems abgebildet werden - viel zu unsicher. Außerdem: Alle drei Premiumhersteller setzen auf Dreh-/Drücksteller, Apps aber funktionieren mit Fingerbedienung. Zudem wollen die Autobauer an den Infotainmenteinheiten mitverdienen.

Head-up-Display hält den Blick des Fahrers auf der Straße

Ein Extra, das sich in jedem Fall lohnt, ist das Head-up-Display. Der Kopf des Fahrers bleibt dabei oben, sein Blick dorthin gerichtet, wo er hingehört: auf die Straße. Wichtige Informationen wie zum Beispiel Navigationspfeile, Kreuzungsansichten, Geschwindigkeitsbeschränkungen und andere werden direkt ins Sichtfeld des Fahrers eingeblendet. Eine bessere Möglichkeit, möglichst viele Informationen mit möglichst wenig Ablenkung zur Verfügung zu stellen, haben wir noch nicht gesehen. Kein Wunder daher, dass dieses Extra sehr gut ankommt bei den Kunden. Die von Mercedes müssen darauf im Moment allerdings noch verzichten, ebenso auf eine Eingabemöglichkeit per Berührungsfläche. Audi bietet das bereits an, BMW ebenfalls, allerdings bis 2013 nur in China.

So bleibt insgesamt der Eindruck, dass zwar schon vieles geht mit den vernetzten Autos. Vieles aber kommt noch sehr umständlich daher, braucht einfach noch Zeit, um zu reifen. Und man merkt auch an vielen Stellen, dass die Entwicklung bei Smartphones viel schneller getaktet ist als die der Autos. Es wird daher wohl auf längere Sicht nichts anderes übrig bleiben, als dass man sich einigt auf Standards. Andernfalls wird eher ein Ärgernis für Kunden daraus als ein Geschäft.