Im Fiat 500 durch Berlin Kieck ma, der Kleene!

Parkplatznot, Verkehrschaos, militante SUV-Hasser: In Berlin haben Besitzer großer Autos wenig Freude. Da kommt der neue Fiat 500 gerade recht. Empfangen die Berliner den Kleinen so herzlich wie die Italiener?

Von Von Sebastian Viehmann

Berlin ist nicht gerade bekannt als Stadt der Autoliebhaber: In östlichen Stadtteilen wurden in den vergangenen Monaten öfters mal Luxuslimousinen in Brand gesteckt, im Westen lassen selbsternannte Öko-Aktivisten schon mal die Luft aus den Reifen großer SUVs.

Hat er das Zeug zum Liebling?

Mit dem Fiat 500 allerdings dürfte uns das kaum passieren: 5,1 Liter verbraucht das 69-PS-Basismodell im Durchschnitt, 6,3 Liter die stärkere 100 PS-Version. Zwar geht noch weniger: Der Daihatsu Cuore zum Beispiel schluckt nur 4,4 Liter, der Citroën C1 gibt sich mit 4,6 Litern zufrieden. Dafür hat der Fiat viel mehr Pep, auch im Innenraum.

Wir starten unsere kleine Stadtrundfahrt und biegen auf den Ku'damm ein. Der Stop-and-Go-Verkehr lässt genügend Zeit, um sich am Cinquecento-Cockpit zu erfreuen: Passend zur Lackierung glänzt das Armaturenbrett in schwarzem Klavierlack, der riesige Tacho und viele runde Schalter lächeln die Passagiere breit an. Einziger Minuspunkt sind die mangelnden Staufächer. Dafür gibt es ein "Geheimfach" unter dem Beifahrersitzpolster. Und einen Duftspender.

Während der Cinquecento zwischen den Doppeldeckerbussen entlangrollt und wir mit den Multifunktionstasten am Lenkrad in Berlins Radio-Dschungel nach Eros Ramazzotti suchen, blicken die Berliner neugierig herüber.