Mini-Händler haben kaum Probleme mit Rabattforderungen: Für ein Stück "Lebensgefühl" greifen ihre Kunden gerne auch tief in die Tasche und zicken nicht lange rum.
Der Mini-Kunde scheint jung und erfolgreich zu sein und nicht auf das Geld zu schauen. Wer mit Autohändlern spricht, wird überrascht sein. Kein Gemaule über hohe Preise und niedrige Ausstattungsquoten. Der Mini-Kunde kommt in den Laden und will das Auto haben. "Allenfalls wird als Konkurrenzfahrzeug ein Golf GTI ins Spiel gebracht", so ein Verkäufer aus Norddeutschland, "sonst schielt man vielleicht noch zum Cabrio hinüber."
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Die Ausstattungsquoten sind prächtig. Die meisten Mini-Modelle werden exzellent ausgestattet: Ledersitze, Xenonlicht und Navigation - die Liste der Extras ist deutlich länger als bei den meisten 3er- und 5er-Modellen von BMW. Der Kunde schaut eben nicht so auf das Kleingeld, wie in anderen Fahrzeugklassen. Das macht es den Verkäufern einfach. Die Rabatte halten sich im Rahmen.
Lebensgefühl inklusive
Wer einen Mini kauft, der kauft ein Stück Lebensgefühl. Nur die wenigsten erinnern sich noch an das Mini-Urgestein aus den 60er Jahren. Irgendwann haben einige mal von den Erfolgen bei der Rallye Monte Carlo gehört, aber viel wichtiger ist doch, dass der Mini "knuffig" aussieht und Spaß macht.
Ladevolumen, Unterhaltskosten Verbrauch interessieren da allenfalls an vierter oder fünfter Stelle. Beim Kauf muss schließlich noch geklärt werden, welcher Mini es sein soll. Das Basismodell Mini One ist mit seinen 90 PS eher etwas für Einsteiger. Und auch der Mini One D (Diesel) kommt trotz der jüngsten Leistungssteigerung von 75 auf 88 PS für viele nicht wirklich in Frage. Bleibt vor allem die Entscheidung zwischen dem coolen Mini Cooper oder dem sportlichen Cooper S. 115 gegen 170 PS, souverän Eindruck schinden gegen prächtigen Fahrspaß. Der Mini-Kunde hat es schwer.
Nur zehn Prozent fahren Diesel
Welcher Mini läuft nun am besten? "Rund die Hälfte aller Kunden entscheiden sich für den Mini Cooper", so Mini-Pressesprecherin Sandra Schillmöller, "der Rest teilt sich gleichmäßig in Cooper S und One auf." Derzeit fahren nur knapp zehn Prozent der Kunden einen Diesel - kein Wunder, die 88 PS stellen einfach viele nicht zufrieden.
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