Mit großen Erwartungen traten vor zwei Jahren rund 1000 Hersteller auf der 60. IAA an. Mit grandiosen Modellen und interessanten Highlights wollte man der europäischen Automobilwirtschaft endlich wieder Rückenwind verschaffen.

Das blieb gerade hierzulande nur ein frommer Wunsch. Erst jetzt scheint es langsam aufwärts zu gehen. Messehöhepunkte des Jahres 2003 waren Modelle wie der McLaren Mercedes SLR, Daihatsu Copen, VW Golf und Porsche Carrera GT.

Nissan 350Z

Der Sportwagen Nissan 350Z konnte sich auf dem Markt durchsetzen. (© Foto: Pressinform)

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Den Verkaufszahlen merkte man es nicht an, aber das Publikum war heiß auf neue Autos.

An den Messetagen kamen rund eine Million Besucher auf das mehr als 215.000 Quadratmeter große Gelände; ein deutliches Plus zu der vom 11. September überschatteten Veranstaltung im Jahre 2001.

Der Kleinwagenboom heutiger Zeiten war damals noch sanfte Zukunftsmusik. Statt Fox, Aygo und C1 gab es so sehenswerte Modelle wie den eleganten Alfa Romeo GT zu bestaunen. Der hieß auf der IAA noch Sprint und musste sich in der Coupewertung nur den beiden Schönlingen Chrysler Crossfire und BMW 645 ci geschlagen geben. Der war zusammen mit dem neuen BMW X3 der Star der turbulenten SUV-Klasse.

Beginnender Kleinwagentrend

Doch erste Anzeichen für einen beginnenden Kleinwagentrend waren auf der letzten IAA bereits zu erkennen. Der winzige Citroen C2 kam genau wie der Kia Picanto nicht nur bei der Frankfurter Damenwelt vortrefflich an. Beide waren noch günstiger als der nicht minder begehrte Fiat Panda. Heute wissen wir - der italienische Hoffnungsträger wurde kurze Zeit später Auto des Jahres.

Noch eine Nummer kleiner präsentierte sich 2003 der Daihatsu Copen. Ursprünglich sollte der nur als Rechtslenker produzierte Miniroadster nur in Asien angeboten werden. Doch das internationale Interesse war so riesig, dass der 68 PS starke Copen zum heimlichen Star der Messe mutierte - ohne Werbung und Marketingaufwand. Das hatte es lange nicht mehr gegeben.

Der Winzling aus Fernost stahl sogar den beiden Megastars die Schau. Volkswagen und Opel lieferten sich auf der Internationalen Automobilausstellung den bekannt erbitterten Zweikampf zwischen Golf und Astra.

Von Stand zu Stand gab es das erste Fernduell. Zwei Jahre weiter ist alles so wie es immer war. Der VW Golf ist in Deutschland die unangefochtene Nummer eins. Der Astra muss sich auch in der neuesten Auflage mit einem exzellenten Platz zwei begnügen.

Hohe Erwartungen

Ford zeigte auf der letzten IAA endlich den lang ersehnten Focus-Van. Der Kölner nannte sich zur Überraschung vieler hintergründig C-Max und war deutlich fahrdynamischer positioniert als seine übermächtigen Konkurrenten aus dem In- und Ausland.

Dafür verzichtete er auf eine dritte Sitzreihe. Genauso wie der Seat Altea, der als Studie noch "Vario" hieß und die deutschen Spanier wieder auf die Bühne zurückbrachte.

Groß waren die Erwartungen im Hause DaimlerChrysler an den Smart Forfour. Mit Hochdruck wurde der Viertürer auf der Frankfurter Autoschau präsentiert; erst Monate später war er bei den Händlern zu bestaunen.

Heute schwimmt der Forfour im Niemandsland der Kompaktklasse und bei Smart sieht es düster aus. Ganz anders hat sich Mazda entwickelt. Auf der letzten IAA löste der Mazda den müden 323er ab. Er bekam die undankbare Aufgabe, gegen Astra, Focus und Golf anzutreten.

Mit seinem sportlichen Design hat er sich mittlerweile ebenso durchgesetzt wie der grandiose Sportwagen Nissan 350Z, der einer Legende neues Leben einhauchte. Wir sind gespannt, was wir in zwei Jahren über die 61. IAA berichten können.

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(sueddeutsche.de/Pressinform)