Von Von S. Viehmann / S. Grundhoff

Jede Messe hat ihre Höhen und Tiefen. Stars und müde Nullnummern, die sich die Standgebühren hätten sparen können. Die silberne Zitrone der diesjährigen IAA geht eindeutig an die chinesischen Autohersteller.

Die Probleme der chinesischen Hersteller sind dabei weniger die Plagiatsvorwürfe - es sind die indiskutablen Fahrzeuge. Jonway, Gonow oder Martin Motor machen weniger durch schlecht kopiertes Design als vielmehr durch billigste Verarbeitung von sich reden. Verwegene Leuchteinheiten, preiswert anmutende Türgriffe und Leder, das seinen Namen nicht verdient, machen die Fahrzeuge im harten europäischen Konkurrenzumfeld derzeit schlichtweg chancenlos.

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Schlecht kopiertes Design, billigste Verarbeitung

Auf den ersten Blick ist schon zu erkennen, dass man beim Design nicht viel Gehirnschmalz verbraucht hat. Der von China Automobile angebotene Martin Motors CEO ist vom alten BMW X5 eiskalt abgekupfert. Heckpartie, Innenraum und Seitenansicht sind nahezu identisch. Nur bei der Front haben die Chinesen selbst Hand angelegt - und so sieht das Ganze dann auch aus. Ganz zu schweigen vom Innenraum, der nicht nur unangenehm künstlich riecht, sondern in punkto Qualität selbst gegen einen Fiat Panda aus den späten achtziger Jahren kaum eine Chance hätte.

Da nützt es auch wenig, dass man für auf den ersten Blick günstigste Preise ab 25.990 Euro eine komplette Serienausstattung mit Klimaautomatik, Ledersitzen und Soundsystem anbietet. Unter der Motorhaube des CEO 2.4 arbeitet ein betagtes Vierzylinderaggregat mit kargen 135 PS.

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