Der Toyota Prius kann rein elektrisch fahren - aber nur mit begrenztem Tempo und kurze Strecken. Eine Firma aus Kalifornien verspricht nun um einiges mehr.
Für rund zweieinhalb Kilometer wird im neuen Toyota Prius der Traum vom elektrischen Fahren wahr: Mit der "EV"-Taste kann man das Auto nur mit dem Elektromotor bewegen. Das reicht in der Stadt für ein paar Blocks - dann muss der Benzinmotor mithelfen und gleichzeitig die zum Teil entladene Hybridbatterie wieder aufpäppeln. Auch wenn man schneller als 50 km/h fährt, stellt sich der EV-Modus automatisch ab.
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Dank Chiptuning und Extra-Batterie sind 40 Kilometer Reichweite bei Tempo 110 drin: Toyota Prius Hybrid (© Foto: Pressinform)
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Ende des Jahres zündet Toyota die nächste Stufe: Der Prius Plug-In kommt auf den Markt, zunächst aber nur im Flottenversuch bei ausgewählten Leasing-Kunden. Durch das Aufladen der Batterie an einer Haushalts-Steckdose wächst die elektrische Reichweite auf rund 13 Kilometer. Der Benzinmotor muss also erst später mithelfen. Der Plug-In-Prius hat Lithium-Ionen-Akkus an Bord, die eine höhere Leistungsdichte besitzen als die in aktuellen Hybriden eingesetzten Batterien.
Solange es den Prius noch nicht als Plug-In zu kaufen gibt, setzen einige Tüftler in den USA auf Selbsthilfe. Das Unternehmen Plug-In Conversions Corporation (PICC) aus Kalifornien vertreibt schon seit längerem Umrüst-Kits für den Prius der zweiten Generation, die mit einer zusätzlichen Batterie die rein elektrische Reichweite erhöhen. In der neuesten Version des Kits wird durch ein Software-Upgrade auch die Geschwindigkeitsbeschränkung für den EV-Modus aufgehoben.
"Im Wesentlichen bieten wir eine rein elektrische Reichweite von 40 Kilometern - und das bei Autobahntempo", erklärt PICC-Präsident Kim Adelman. Das zusätzliche Batteriepaket nutze ebenso wie die Toyota-Akkus die Nickel-Metallhybrid-Technik und könne beim Bremsen noch mehr Energie zurückgewinnen. Sobald die Extra-Power verbraucht sei, schalte der umgebaute Prius automatisch in den normalen Hybridmodus um. Das zusätzliche Batteriepack erhöht allerdings das Gewicht des Wagens, deshalb gehören zum Umbau auch verstärkte Federn an der Hinterachse.
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Wenn die Prius-Akkus 10 Jahre Laufzeit erreicht haben, dann fangen die nächsten 10 Jahre Laufzeit an. Akkus haben nämlich, allen populären Stadtlegenden zum Trotz, keine eingebaute Zeitschaltuhr die sie nach genau n Jahren implodieren läßt. Das gilt für alle Typen von Blei über NiMH bis Lithium!
Lt. Aussage von Toyota mußten bis jetzt bei allen in den USA verkauften Prius (635000 seit '97) erst 300 tatsächlich defekte Akkusätze ausgetauscht werden, d.h. es fahren dort noch 12 Jahre alte Priuse mit den Originalakkus herum.
Akkus sind außerdem kein "Müll" sondern enthalten wertvolle Rohstoffe und lassen sich natürlich recyceln. Quote bei Bleiakkus ist 95+%, bei Ni und Li sicher niedriger aber das ist kein technisches sondern ein kapitalistisches Problem.
kaphi ist ein ganzschöner Optimist, von einer Lebensdauer von 10 Jahren beim Akku auszugehen.
Übrigens sind die Autohersteller verpflichtet, den Müll wieder zurück zu nehmen.
elweb.de
Ich finde es sehr gut, dass mit solchen Entwicklungen die Unabhängigkeit von fossilen Brennstoffen gefördert wird. Schade, dass die deutschen Automobilhersteller (noch) keine solchen Modelle im Angebot haben.
Was man in den Artikeln zu dem Thema aber selten liest: Was passiert eigentlich mit den Akkus wenn diese ihre 10 Jahre Laufzeit überschritten haben? Bei 180.000 Vorbestellungen allein in Japan fällt ein riesiger Haufen Sondermüll an. Ganz zu schweigen von den bereits im Umlauf befindlichen Hybrid-PKWs. Lassen sich die Bestandteile denn umweltfreundlich recyceln?
Mit dem Enterhaken-Plugin kommt der Prius auf der Autobahn mithilfe des vor ihm fahrenden LKW sogar auf nahezu unbegrenzte Reichweiten und kann anbei zuhause die frisch aufgeladenen Batterien ins Netz speisen. :D
Spass beiseite. Was Toyota da bietet mag in manchen Aspekten ärmlich klingen, aber es ist ein wettbewerbsfähiges, in Serie gefertigtes Auto zu erschwinglichen Preisen. Und da macht ihm bisher (leider) keiner was vor.