Knapp jeder dritte Autofahrer in Deutschland will beim nächsten Mal "mit großer Wahrscheinlichkeit" ein Hybridfahrzeug kaufen - und wäre auch bereit, dafür mehr zu bezahlen.
Knapp jeder dritte Verbraucher in Deutschland plant beim Kauf seines nächsten Autos, "bestimmt beziehungsweise mit großer Wahrscheinlichkeit" ein Hybridfahrzeug zu erwerben. Das berichtete die Welt am Sonntag unter Berufung auf eine repräsentative Infratest-Umfrage im Auftrag des Autozulieferers Continental AG unter 1000 Autofahrern.
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Nach Angaben der Zeitung erwogen im Herbst 2006 erst 24,7 Prozent der Befragten den Kauf eines Autos, das sowohl mit einem Elektro- als auch mit einem Verbrennungsmotor fahren kann. Ein gutes halbes Jahr später seien es nun 30,7 Prozent. Standen zudem vor einem halben Jahr wirtschaftliche Überlegungen bei der Motivation im Vordergrund, liegen jetzt Umweltaspekte gleichauf.
Weltweit werden laut Welt am Sonntag aktuell jährlich 200.000 bis 300.000 dieser Autos abgesetzt. Durch die Klimadiskussion und die Tatsache, dass alle Hersteller derzeit an Hybridantrieben arbeiteten, sei damit zu rechnen, dass die Zahl der verkauften Hybridautos in den kommenden drei Jahren allein in Europa auf jährlich rund 100.000 Fahrzeuge steigen werde, zitierte das Blatt Continental-Vorstand Karl-Thomas Neumann.
Die Hybridtechnologie eignet sich nach Einschätzung von Experten vor allem für den innerstädtischen Verkehr, wo bei häufigem Bremsen Energie für den Antrieb zurückgewonnen wird. Auf längeren Autobahnstrecken verlören sich jedoch die Vorteile des Hybridantriebs gegenüber Diesel- und Benzinfahrzeugen. "Der Hybrid profitiert derzeit vor allem von seinem umweltfreundlichen Image", sagte Neumann der Zeitung.
Laut Umfrage konnte jedoch nur ein Drittel der Befragten die Hybridtechnologie zumindest ansatzweise richtig beschreiben. Trotz dieser Unkenntnis seien die Autofahrer gewillt, für die Hybridtechnik mehr Geld auszugeben. "Die Verbraucher sind laut unserer Studie bereit, im Durchschnitt 2300 Euro mehr für ihr Auto zu zahlen, wenn es einen Hybridantrieb hat", sagt Neumann der Welt am Sonntag .
(sueddeutsche.de/ap)
Gedicht von Günter Grass zur Griechenland-Krise
... Nichts gegen technologischen Fortschritt. Aber der eilfertige Griff ins Warenregal ist diesem nicht unbedingt dienlich und ganz entscheidend für den nachhaltigen und umweltschonenden Einsatz von Ressourcen ist eine entsprechende Anpassung der Lebensgewohnheiten und Wirtschaftsweisen.
Das Selbstverständnis vieler bundesdeutscher Mitmenschen könnte in dem Satz gipfeln Ich kaufe, darum bin ich. Er bringt Rückendeckung aus der Wirtschaft auch für alternative Themen. Leider haben sogar prominente grüne Politiker diesen Leitsatz inzwischen verinnerlicht. Sonst wäre Renate Künast wohl nicht der faux-pas unterlaufen, als Maßnahme gegen die globale Klima-Erwärmung den Kauf japanischer Auto-Modelle einer Marke zu empfehlen, deren energetische Gesamt-Bilanz auch nicht vorbildlich ist. Sie äffte damit - wahrscheinlich ungewollt die populistische Masche des australischen Ministerpräsidenten nach, von seiner verfehlten Energie-Politik (kaum Alternativen zur Verstromung CO2-emitierender Kohle) durch die völlige Abschaffung der Glühbirnen zugunsten von Energie-Sparlampen abzulenken. Umweltminister Gabriel ließ sich dann auch reflexartig auf diese Masche ein.
Klimaschutz aus dem Warenregal per Dekret. Auch wenn das Konsumgut für den Zweck in vielen Fällen ungeeignet ist.
Ein Hybridauto mit 2 Antriebsoptionen und aufwändiger Regelungstechnik erfordert eindeutig einen höheren Materialaufwand. Der Energie-(und Rohstoff)bedarf für diese zusätzlichen Aggregate und die Bewegung ihres Eigengewichts wird nicht oder nicht nachvollziehbar mit der Energieeinsparung beim Betrieb verrechnet. Jeder 3. erwägt, ein Hybridauto anzuschaffen! Das scheint einen Material-Boom auszulösen. Wer es sich leisten kann, entsorgt seine gut erhaltene Limousine vorzeitig zugunsten des trendigen sauberen Hybrids. Das kurbelt die Wirtschaft an. Das dadurch erhöhte Aufkommen guter, z.T. neuwertiger Altwagen führt zum Preisverfall am Gebrauchtwagenmarkt, über den sich die ganze Welt (außerhalb West-Mittel-Nordeuropas, der USA und Japans) freut, die wegen des hohen Gebrauchswertes den Dreckschleudern gerne ein hohes Alter garantieren wird. Kann einer die CO2-Gesamtbilanz ermitteln?
Ich frage mich auch, in wie weit z.B. der günstige Energieverbrauch eines Smart effektiv zur Emissionsminderung beiträgt, oder ob nicht ein Großteil dieser 2-Sitzer nur als trendige 2. oder 3. Fahrzeuge dem vorhandenen, ausreichenden Fuhrpark hinzugesellt werden und damit die Energie-Gesamtbilanz sogar aufblähen.
Nichts gegen technologischen Fortschritt. Aber der eilfertige Griff ins Warenregal ist diesem nicht unbedingt dienlich und ganz
Auch in der deutschen Vergangenheit vor dem Kriege wurde es schon so gemacht.
Es gibt doch diese genormten Fahr-Zyklen der Automobil-Hersteller schon sehr lange oder nicht ?
Die Hersteller geben für diese Fahrzyklen den typischen Verbrauch und CO2-Ausstoß an.
Nun, manche Hersteller machen das gar nicht so gerne, man(also der Kunde und die Konkurrenz) sieht ja direkt wer besser ist !
Im Übrigen passen die Hersteller schon unter sich auf, dass niemand zu gut messen möge und sich damit gar einen nicht gerechtfertigten Vorteil verschaffe.
Dazu wurden diese Fahrzyklen ja eigentlich geschaffen oder nicht ?
Als Hilfe für den Verbraucher, der dann vergleichen kann, falls er auch lesen kann.
Falls man dann lesen kann,ist man deutlich im Vorteil und so liest man beim Prius oder Honda Civic recht Erfreuliches.
Aber auch bei den neuen Kleinwagen aus deutscher Produktion und speziellen Ökomobilen können die Werte das Herz nur erfreuen.
Zu erwähnen wäre hier noch, das im Falle CO2- Ausstoß hier Ökonomie und Ökologie Hand in Hand zu gehen scheinen.
Der CO2-Ausstoß eines Kraftfahrzeuges hängt nahezu linear mit seinem Kraftstoffverbrauch zusammen.
Im Umkehrschluß bedeutet das dann: Kauft euch ein Auto mit niedrigem CO2-Ausstoß und ihr werdet automatisch viel Spaß am niedrigen Verbrauch haben.
Mal schauen wer diesen Satz jetzt wieder in Frage stellt ?
Und hier noch etwas für die Polemik:
Wie der Landwirt schon lange weis: Viel Futter macht viel Mist. Fragen Sie doch mal den Landwirt ihres Vertrauens.
Fangen wir jetzt eben hier wieder ganz von vorne an und kämpfen gegen berufene Techniker (welcher Art auch immer) mit starken Zweifeln an der Physik an sich, erneut um unsere hart auf wissenschaftlicher Basis erarbeiteten Grundlagen.
Viele Grüße:
Klaus
Selbst der Prius I meiner Eltern nimmt in deren "Praxis" keine 6 Liter, sondern allerhöchstens mal 5,5.
Und der Prius II braucht weniger, nicht mehr.
Meiner Meinung nach ist der Hybridantrieb ein Schritt in die richtige Richtung; nichts auf dem man sich ausruhen sollte, aber immerhin. Die Diskussion über die Schadstoffbilanz finde ich etwas unqualifiziert. Es gibt glaube ich kaum ein Produkt für das so viele Studien über die Schadstoffbilanz (eben nicht nur den Verbrauch) gibt wie für PKW-Antriebe. Die veröffentlichen Studien die ich kenne, bezeugen dem Hybridantrieb eine bessere Bilanz als herkömmlichen Verbrennungsmotoren. Wer ein wenig im Internet sucht wird auch eine Menge dieser Studien finden. Ich kenne jedenfalls keine Studie, die das Gegenteil aussagt.
Erschreckend finde ich Aussagen, dass vor 20 Jahren Motoren eine bessere Bilanz hatten als heute. Trotz geringeren Wirkungsgrad und trotz höheren Verbrauch?
Generell ist es schade, dass es bei solchen Diskussion so viele sinnfreie Beiträge gibt.
Tobias B. Mühlenhofer
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