An heißen Tagen kann sich die Hautoberfläche von Autoinsassen auf bis zu 70 Grad erhitzen. Das hat fast fieberähnliche Zustände zur Folge und birgt Risiken - für die Gesundheit und den Straßenverkehr.

An heißen Sommertagen werden viele Autos zur Sauna. "Experten haben an heißen Tagen schon Temperaturen von 70 Grad auf der Hautoberfläche von Fahrzeuginsassen gemessen" berichtet die Gesellschaft für Technische Überwachung (GTÜ).

Gegen allzu hohe Temperaturen im Autoinneren hilft nur eine Klimaanlage - so die GTÜ. (© Foto: iStock)

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Messungen hätten in ungünstigen Fällen einen Anstieg der Körperkerntemperatur auf fieberähnliche Werte über 39 Grad ergeben. Das beeinträchtigt nicht nur das Wohlbefinden der Insassen, sondern auch ihre Sicherheit. Schon bei einer Innenraumtemperatur von 24 Grad steigen laut GTÜ Fahrfehler und Unfälle nachweisbar. Konzentration und auch die Sehschärfe nehmen mit steigender Körpertemperatur ab. Und wer weniger von seiner Umwelt wahrnimmt, reagiert im Ernstfall zu verspätet.

Wer es nicht so weit kommen lassen will, der sollte nach Ansicht der GTÜ-Experten auf eine Klimaanlage setzen. Lag der Anteil von Autos mit Klimaanlagen in Deutschland 1991 noch bei zehn Prozent, ist er den Angaben zufolge mittlerweile auf über 70 Prozent gestiegen. Tendenz: weiter steigend. "Aus dem einstigen Luxusartikel ist schon lange ein alltägliches Gebrauchsgut geworden, auf das Fahrer auch in unseren Breiten nicht verzichten sollten", rät die GTÜ.

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(sueddeutsche.de/ap)