Der Gyrokopter wird lediglich vom Heckmotor vorwärtsgetrieben. Der Fahrtwind lässt die beiden leicht angestellten Rotorblätter so stark rotieren, dass der zum Flug nötige Auftrieb erreicht wird. Nur beim Start werden diese über eine Kupplung zum Motor auf etwa zwei Drittel der Endrotationsgeschwindigkeit gebracht. Die immer gegen den Fahrtwind geneigte Rotorebene wird mit dem Stick bewegt und bestimmt die Flugrichtungen, dazu kommen zwei Pedale für das Heckruder, das die Stellung des Flugzeugkörpers zur Flugrichtung bestimmt; ein Gashebel steuert die Drehzahl des Heckrotors.
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Der Tragschrauber kann extrem langsam fliegen, allerdings nicht wie ein Hubschrauber auf der Stelle schweben, ist aber auch bei extremem Starkwind einsetzbar. Dank der Autorotation gilt er als extrem sicher. Der Gyrokopter ist als Ultraleichtflugzeug (UL) eingestuft und darf entweder mit einer UL-Lizenz plus Zusatzschein oder einem speziellen Tragschrauber-Schein geflogen werden; auch ein Funksprechzeugnis ist erforderlich.
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(SZ vom 9.11.2009/gf)
Gedicht von Günter Grass zur Griechenland-Krise
Eine Weltumrundung ist bislang noch keinem mit einem Gyrocopter gelungen und natürlich auch nicht dem erwähnten Pärchen, die ausser einer aufgeblasenen Webseite und einem kaputten Gerät, das sich zeitweise nur auf einem LKW bewegte, noch nicht viel mehr von einer Weltumrundung vorweisen können. Die Reise, ist wie vieles, was Menschen fasziniert, geplant. Von der Planung bis zum erfolgreichen Abschluss eines solchen Projekts ist allerdings noch ein weiter Weg.
Dies stellt der mangelhaft recherchierte Artikel falsch dar, der sagt, man hätte mit einem Gyrocopter sogar die Welt umrundet.
In der Luftfahrt sind leider viele Spinner unterwegs, die mit ihrem FliWaTüüt durch Lummerland brausen können, aber von einer Weltumrundung soweit entfernt sind wie ein Hauptschüler in der 8. Klasse von einer C3-Professur. Einziger Unterschied: der Hauptschüler, der davon träumt und eine echte Chance hat, würde vermutlich keine Webseite aufziehen, die seinen Weg dahin skizziert und Pressemitteilungen herausgeben. Dafür bliebe ihm kein Platz.
Nettes Konzept -- wenn nur nicht die religiösen Fanatiker der Anti-Luftfahrt-BÜs wären, die allerorten einen Dschihad gegen Luftverkehr jeglicher Art führen ("nur ein toter Flugplatz ist ein guter Flugplatz") ...
Als ob es nur "autogyro" gäbe... celier, gyrotec, rotortec oder magni sowie elaaviacion stellt auch gute copter her...
Was unterscheidet Journalismus und PR-Schreibe? Richtig - die UNABHÄNGIGE Recherche. Die kam hier definitiv zu kurz.
Ein Blick in die monatlichen Bulletins der Bundssstelle für Fluguntersuchung hätte gezeigt, dass auch Gyros runterfallen - und (im Gegensatz zu anderen UL) aufgrund des Rotors müssen Gyro-Piloten bisher auf ein Gesamtrettungssystem verzichten. Dass dies bisher kaum der Fall war, liegt vermutlich vor allem an den niedrigen Zulassungszahlen. Die beschriebene Notlandung ist übrigens auch bei jedem "normalen" Flugzeug, UL oder Hubi Teil der Ausbildung und Checkflüge. Man traut sich fast nicht, es auszusprechen: Auch (fast) jedes Flächenflugzeug ist bei einem Motorausfall flugfähig und kann sauber gelandet werden.
Bei aller Begeisterung für Tragschrauber sollte man halt doch die Kirche im Dorf lassen. Die Brandenburger Polizei fliegt die Gyros als Fun- und Schönwettergeräte - also weder bei Nacht, noch bei schwierigen Wetterbedingungen und erst recht nicht im Alarmfall.
Fakt ist auch, dass gerade die Ausbildungsqualität einiger Gyro-Flugschulen in letzter Zeit zu Diskussionen Anlass gegeben hat.
Man sollte das wenn schon mit einem ebenso gross/klein gebauten Helikopter vergleichen. Wenn man den Gyrokopter ebenso gross baut wie einen 8,5 Mio-Heli dann erreicht er auch gleiche Zuladung wie Geschwindigkeit, aber hat einen doppelt so grossen Rotor.. und kostet auch wieder 8,5 Mio ;-)
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