Das CDU-regierte Thüringen will den Giganten zumindest ein Chance geben und sie testen. Dabei sieht das Land vor allem im Klimaschutz ein Argument für die Gigaliner. So liege ein konkreter Antrag eines Unternehmens vor, das mit den Riesen Matratzen nach Erfurt bringen wolle. "Mit Gigalinern würden sie die Strecke vier Mal fahren, mit normalen Lastern aber sechs Mal", sagt Dietmar Müller, Sprecher des Thüringer Verkehrsministers. Pläne für einen Test auf festgelegten Routen lägen bereit. Jetzt müsse es aber eine bundesweite Lösung geben. Nach Berechnungen des Verbandes der Automobilindustrie (VDA) lassen sich Benzinverbrauch und CO2-Ausstoß um bis zu 30 Prozent reduzieren. Bei den Tests habe es bisher auch noch keinen Unfall gegeben.
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Auch Mecklenburg-Vorpommern hat zwei Routen in petto, auf denen Gigaliner getestet werden könnten, berichtet die Sprecherin von Verkehrsminister Otto Ebnet (SPD), Daniela Rekasch. Diese Zuneigung an der Küste und in Thüringen für die Riesen-Lkw ist nach Ansicht der Allianz pro Schiene durchschaubar: "Es ist auffällig, dass ausgerechnet die Bundesländer Feldversuche planen, in denen auch die Hersteller solcher Fahrzeuge sitzen", sagt Allianz-Geschäftsführer Dirk Flege. Sowohl in Toddin (Mecklenburg-Vorpommern) als auch Triptis (Thüringen) werden Gigaliner produziert. Auch Niedersachsen, Württemberg und Nordrhein-Westfalen, wo Tests laufen, seien Hersteller-Standorte.
Der Kampf Schiene gegen Straße
"Es besteht die Gefahr, den Kampf Straße gegen Schiene zu Gunsten der Straße zu beeinflussen", warnt Tiefensee-Sprecher Richard Schild. Diese Gefahr sieht auch Brandenburgs Verkehrsminister Reinhold Dellmann (SPD): "Wir wollen aber das Gegenteil erreichen: Nämlich mehr Verkehr von der Straße auf die Schiene bringen."
Auch Sachsen-Anhalts Verkehrsminister Karl-Heinz Daehre (CDU) sieht derzeit "keine Notwendigkeit für eine flächendeckende Einführung", sagt sein Sprecher Harald Kreibich. Dabei rollen die Riesen dort schon. Ein Stück der A2 bis Magdeburg gehört zur niedersächsischen Test-Strecke.
Emotionslos geht Sachsen mit dem Thema um: Der Freistaat habe sich noch keine abschließende Meinung gebildet, weise aber nachdrücklich auf die hohen Folgekosten hin, die durch Gigaliner entstehen könnten, sagte der Sprecher des sächsischen Verkehrsministers Thomas Jurk (SPD), Jörg Puchmüller. Die Studie des BASt spreche da eine klare Sprache. Keine Freunde haben die Riesen auch in der Bundeshauptstadt. Berlins Straßen und Brücken seien nicht für die Trucks ausgelegt, stellte eine Sprecherin der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung fest. "Wir lehnen die Laster ab."
(sueddeutsche/dpa)
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Hallo!
Nur mal so am Rand, Dein Kleinwagen würde ohne die Lkw gar nicht laufen, bzw es würde ihn gar nicht geben! Schon vergessen, die Tanke fördert ihren Sprit nicht selbst, ATU produziert die Teile nicht hinterm Haus und Strassen bauen sich nicht selbst oder willst Du den Asphalt mit deinem Kleinwagen zur Baustelle fahren?
Und was das besagte verlagern des Transports auf die Schiene betrifft, so ist es doch wohl erwiesen das die Bahn unretabel fährt und nur durch die Subventionen aus dem Lkw Verkehr Maut am leben erhalten wird!
Hast Du schon mal ne Firma gesehen wo der Kunkurent finanziert wird nur weil er seinen Arsch nicht hoch bekommt?
Jeder will seine Ware schnell und pünktlich aber den Lkw wollt ihr nicht! Ach ja Gigaliner haben selbe Achslast wie normale 40 tonner und auch Schwertransporte dürfen achslasten nicht überschreiten, ergo blödsinn mit der höheren Strassenbelastung!
Gruß der Wolf
Diese Zahlen sind schlichtweg falsch.
Ausreichende Gegenbeispiele bietet die SZ, die Internetseite der Bahn, Greenpeace und viele anderen.
Spar dir also deine Lügen.
Hier wird immer gebracht wieviel CO2 ein Zug auf Tkm verbraucht und wieviel ein LKW.
Mich würde der CO2-Wert pro Tonne befördertes Material/Transportgut mal interessieren. Das ein Zug mit 30 Wagons mehr CO2 ausstößt als ein LKW mit einem Sattelaufleger, dass bezweifelt wohl keiner. Aber wie sieht's denn mit der Menge an transportiertem Material aus?
Feedback wäre super!
Ich hoffe die Sch*** Dinger haben überholverbot. Schon jetzt kotzt es mich an, dass auf der A1 jeden Morgen die Rechte Spur nur noch mit LKW befahren wird die oftmals so eng Stoßstange an Stoßstange fahren, dass man Schwierigkeiten hat, rechtzeitig die Ausfahrt zu erwischen.
Und gestern stand ich wieder 2 Stunden im Stau, nachdem ein Brummi die Böschung hochgschossen ist, und quer auf der Autobahn lag..
Und der LKW Fahrer heute morgen bei Remscheid ("BIT-MU xxx" Transport Milch-Union Hocheifel) rollte erst an der roten Ampel plötzlich rückwärts auf mich zu, um kurze Zeit später auf der Autobahn ohne ersichtlichen Grund schlingernd über die Mittelline zu kurven.. hat der Fahrer da grad sein Müsli gefrühstückt?!?!?!?!?!
Und von den Elefantenrennen mal ganz zu schweigen. Minutenlang ziehen die da teilweise die ganze Autobahn blockierend mit 90 km/h nebeneinander her...
Wieder ein Beleg dafür wie unsere Politiker vor dem Kommerz einknicken. Nichts anderes steckt dahinter. Was ist mit den Lobreden von mehr Gütern auf die Bahn. Lächerlich. Für das erste Auto das von einem Gigaliner zermalmt wird müsste jeder (Fürsprech-)Politiker in den Knast. Wie unsere Autobahnen heute schon vom LKW - Verkehr zerstört sind kann jeder selbst feststellen - und jetzt noch 60 Tonner? Warum nicht gleich 100? Oder 2 oder 3 Anhänger wie in Australien? Wo bleibt der Aufschrei von Herrn Mehdorn? Wer zahlt die Zeche von kaputten Straßen und Brücken? Der PKW - Fahrer -also wir.
Gigaliner - absolut überflüssig.
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