Überraschung in Genf: Die nächsten Hybrid-Modelle machen sich für Toyota richtig bezahlt. Damit ist das deutsche Argument des Kosten-Dilemmas vom Tisch.
Autofrühling einmal anders. Weiß und Eisblau sind erneut die Trendfarben auf dem Genfer Automobilsalon. Der winterliche Tarnanstrich wird jetzt auch als Camouflage für Spritfresser wie den Touareg BlueTDI verwendet. VW feiert den schneeweißen 2,3-Tonner als Saubermann, weil er strengste US-Abgasnormen erfüllt. Dass der 225-PS-Hüne im Schnitt 10,4 Liter Diesel verbraucht und 275 Gramm CO2 pro Kilometer ausstößt, darüber schweigen die Wolfsburger lieber.
Ausblick: Mit dem Hybrid X gibt Toyota Hinweise auf den nächsten Prius, der 2009 kommen soll. (© )
Anzeige
Genf ist der falsche Ort für Bescheidenheit. Entsprechend war der Automobilsalon schon immer eine Leistungsschau der Drei-bis-vier-Liter-Autos - Hubraum wohlgemerkt, nicht Verbrauch. Jetzt hat der Klimaschock die heile Gucci-Welt erreicht.
"Es gibt einen neuen Trend: Das Premium-ökologische Segment", sagt DaimlerChrysler-Chef Dieter Zetsche, "diesen steigenden Bedarf zu decken, sehe ich als Marktchance", fügt er hinzu. Nun versuchen die Autobosse, ihre Umweltbilanzen weißzuwaschen. "Kohlendioxid-Emissionen um 15 Prozent verringert", wirbt Mercedes für die neue C-Klasse.
Ärgerliches PR-Manöver
Wer auf zweistellige Spriteinsparungen hofft, sieht sich allerdings getäuscht. Weil die neuen Modelle zwar mehr Leistung bieten als ihre Vorgänger, aber nahezu gleich viel verbrauchen, müssen die Stuttgarter ihren Herstellungsprozess in die "positive Öko-Bilanz" einrechnen.
Das PR-Manöver ist umso ärgerlicher, weil der Konzern über wegweisende Spritspartechnologien verfügt. Der Mercedes CLS 350 CGI kommt seit letztem Sommer in den Genuss einer Kraftstoff-Diät, die mindestens zehn Jahre Entwicklungszeit und Milliarden Euro gekostet hat: Mit der Benzin-Direkteinspritzung (DI) der zweiten Generation lassen sich rund zehn Prozent Benzin sparen, weil die Motoren bis 4500 Umdrehungen extrem mager verbrennen.
Piezo-Injektoren direkt neben der Zündkerze öffnen und schließen bis zu 200 Mal pro Wimpernschlag, um eine fast unsichtbare Kraftstoffmenge einzuspritzen. Während Benziner normalerweise ein homogenes Gemisch mit einem Kraftstoff-Luft-Verhältnis von 1:14,7 verbrennen, arbeitet die High Precision Injection mit Luftüberschuss: Auf einen Teil Kraftstoff können je nach Leistungsanforderung bis zu 34 Teile Luft kommen - die gibt es im Gegensatz zu Benzin umsonst.
Die bayerische Umwelt-Offensive
BMW rollt seine neue DI-Generation gerade über die gesamte Modellpalette aus und kombiniert Benziner und Diesel auch noch mit einem cleveren Energiemanagement inklusive Start-Stopp-Automatik. Knapp 20 Prozent Spritersparnis sind so beim BMW 318i möglich - selbst Toyota-Experten sprechen in Genf respektvoll von der Umwelt-Offensive der Bayern.
Doch ausgerechnet die Schwaben geben sich beim Spritsparen knauserig. Die Start-Stopp-Automatik wird heuer im Mercedes A 160 starten, weitere Modelle sollen folgen. Auch bei Benzin-Direkteinspritzern setzt man auf Salami-Taktik. "Aus Qualitätsgründen" komme 2007 erst einmal der 350 CGI in der E-Klasse. Bis die Vierzylinder in der C-Klasse dran sind, kann es noch zwei Jahre dauern. Die erste DI-Generation mit Magerbetrieb im C 200 CGI hatte sich seit 2003 nur einige hundert Mal verkauft, die Produktion musste bald wieder eingestellt werden: ein finanzielles Fiasko.
Sie sind jetzt auf Seite 1 von 3 nächste Seite
Retuschierte Stars
Wer hat hier den CO2 Trend verpennt? Sicher nicht die deutsche Autoindustrie, da solch grosse Hubraum-Monster nicht im Portfolio. AUDI mit den Q7 V12 Diesel-Guzzler zähle ich nicht als deutsche Firma, da diese Firma in Ungarn & der Slowakei billigste "Badging VW" produziert! Der neue Lexus/Toyota SUV LX570 mit ca. 390PS wird so um die 20ltr. Benzin (480g CO2 je km) saufen. Darum ist das CO2-Spar-Hyprid-Marketing in Deutschland alles nur Lug & Trug! In den USA werden diese BIG SUV vermarket! Die USA sind dann die grössten CO2 Emittierer nach CHINA, gell! Kein Wunder bei solchen Scheisskarren!
INFO: In a brief press release,Toyota confirmed that its Lexus brand would be unveiling a new LX570 SUV at the 2007 New York auto show. The new model replaces the outgoing LX470, which shares its running gear with the Toyota Land Cruiser. The new LX is expected to share the new 5.7-liter V-8 engine (380HP) Toyota installs in the Tundra pickup. Spy shots of the Toyota Land Cruiser (above) show a smoother body style, which the Lexus edition will likely adopt as well. Other details are slim. Toyota says the third-generation LX ute will "reach new heights in performance via a powerful new V-8 engine while achieving elevated levels of comfort, style and safety."
Toyota's press conference takes place on April 4 at the Jacob Javits Center in Manhattan. More Info under www.lexus.com and www.toyota.com
Auch Neuproduktion kostet Umweltbelastung.
Bei einer reelen Abgasbesteuerung werden so manche ältere Wägelchen (weil leichter und micht mehr Sprit verbrauchend) besser davon kommen, als.... Gut - was ausgedient hat. hat ausgedient. Bis dahin sollte man die gut gemeinten Spritspartipps wirklich mal ernst nehmen.
Wer einen Bordcomputerbesitzt stelle mal den Durchschnittverbrauch bis zur Bötchentaste ein. Doppelter bis dreifacher Spritverbauch in den ersten 4km.
Autofahren ist für viele von uns notwendig um die Arbeitsstelle zu erreichen und soll auch Spaß in der Freizeit machen. Dazu muß man nicht rasen. Gleichmäßige angemessene
Geschwindigkeit ist spritsparender und entspannender. Regelmäßige Wartung und Instandhaltung des Fahrzeuges schon den Geldbeutel. Und nicht jeder kann sich ein neues
Fahrzeug leisten.
Soso, der C200 CGI verkaufte sich ein paar hundert mal ?
Tja, wenn das Ding so viel Werbung wie diverse AMG-Modelle bekommen würde...
Ich habe ein helles Ohr für solche Autos, aber vom C200 CGI wusste ich nichts.
Und die Dieselmodelle sind keine Lösung.
Können nicht flächendeckend verkauft werden.
Es entsteht immer nur ein Anteil Diesel beim Cracken von Erdöl.
BIO-Diesel deckt nur einen kleinen Teil des Marktes.
Folglich muss man etwas für den Benziner entwickeln und das ist eben Hybrid und Magerverbrennung. Optimal wäre auch ein Auto mit variabler Verdichtung, je nach Lastzustand des Motors, doch elider habe ich vom fahrfähigen Prototyp von Saab seit mehr als 5 Jahren ncihts mehr gehört.
Bitte beachten Sie unsere netiquette und unsere AGB
Paging