Genf 2010: Opel Meriva Sexy Flexy

Es ist nicht leicht, noch etwas Unverwechselbares zu kreieren. Der Opel Meriva versucht es - mit gegen den Strich gebürstetem Design, einem ungewöhnlichen Türkonzept und viel Alltagsnutzen.

Von Sebastian Viehmann

Der berühmte Lincoln Continental hatte sie. Der Rolls-Royce hat sie noch immer, der Mini Clubman ebenfalls. Sanft schwingen sie nach hinten auf, und mühelos gleitet man auf den Rücksitz. Die Rede ist von Türen, die an der C-Säule angeschlagen sind.

Genf 2010: Opel Meriva

Wird als Weltpremiere auf dem Genfer Autosalon vorgestellt: der neue Opel Meriva

(Foto: Foto: oh)

Auch der neue Opel Meriva macht diese Idee zu seinem Markenzeichen: "FlexDoors" nennen die Rüsselsheimer das Türkonzept, mit dem der Meriva im März auf dem Genfer Automobilsalon vorfährt. Der Radstand ist länger, die Spurweite breiter als beim Vorgänger. Die genauen Abmessungen des Wagens gibt Opel noch nicht preis, doch die ersten Bilder zeigen, dass der neue Meriva deutlich gewachsen ist.

Der rund 4,2 Meter lange Kompaktvan erinnert von vorn mit dem typischen Familiengesicht an Corsa oder Insignia, sticht durch den eigenwilligen Knick der Türlinie hinter der B-Säule allerdings aus der Masse hervor. Und: Durch den Knick entsteht mehr Fensterfläche für die Fond-Türen. Sowohl vordere als auch hintere Türen öffnen fast im 90-Grad-Winkel, was rückenschonendes Einsteigen verspricht. Haltegriffe an der C-Säule erleichtern das Aussteigen. Ein Sicherheitssystem verhindert, dass die Türen während der Fahrt geöffnet werden. Beim Angurten von Kindern und Befestigen von Kindersitzen haben Eltern mehr Platz. Die ergonomisch geformten Vordersitze sind die gleichen wie im Insignia, sie lassen sich 240 Millimeter in Längsrichtung und 65 Millimeter in der Höhe verstellen.

Nicht nur durch das ungewöhnliche Türkonzept soll der Meriva viel Alltagsnutzen bieten. Die Mittelkonsole besteht aus verschiedenen Modulen, die sich auswechseln und auf Aluminium-Schienen verschieben lassen. Wie schon bei anderen Opel-Modellen auch gibt es optional den FlexFix-Fahrradträger, den man einfach aus dem Fahrzeugheck herauszieht.

Mit wenigen Handgriffen soll durch Verschieben und Umklappen aus dem Fünfsitzer ein Einsitzer werden, ohne dass man die Sitze ausbauen muss. Im ganzen Innenraum sind zahlreiche Ablagen verteilt. Ein - wahrscheinlich optionales - Glasdach liefert eine riesige Glasfläche von der Haubenkante bis zum Heck.