Das Druckluftauto ist eine dieser unendlichen Geschichten des Autobaus - nun gibt es zumindest einen Beta-Test: Air France will das erste in Serie gebaute Modell auf Flughäfen in Paris und Amsterdam einsetzen.
Eines muss man Guy Nègre zugestehen: Der Name seines aktuellen Druckluftautos ist clever gewählt. "AirPod" heißt das dreirädrige Gefährt, das Nègres Unternehmen MDI ab Mai an den Flughäfen Paris-Charles de Gaulle und Schiphol (Amsterdam) testen lassen will. Die eng verbundenen Fluggesellschaften Air France und KLM wollen zehn AirPods über einen Zeitraum von sechs Monaten unter anderem für die Beförderung von Wartungscrews einsetzen.
Sorgte für Aufsehen auf dem Genfer Autosalon: das Druckluftauto AirPod (© Foto: Pressinform)
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"Wir werden die Fahrzeuge hinsichtlich der Sicherheit, Ergonomie, Einsatztauglichkeit, Zuverlässigkeit und Wartungsfreundlichkeit überprüfen", schreibt die Air France in einer Pressemitteilung. Man wolle damit den "Einfluss auf die Umwelt weiter reduzieren" - letztlich dürfte es sich vor allem um eine PR-Aktion handeln, mit der man auf sein grünes Gewissen aufmerksam machen will.
Doch bei Air France soll es nicht bleiben. "Viele Kommunen haben schon Interesse an unseren Fahrzeugen angemeldet, auch die Stadt Nizza will eine Testflotte aufbauen", sagt Cyril Nègre, Sohn des Firmengründers und ehemaligen Luftfahrt-Konstrukteurs Guy Nègre und ebenfalls bei dem luxemburgischen Unternehmen MDI aktiv.
Nègre ist froh, dass endlich ein vorzeigbarer Testballon in die Luft geht. "Der AirPod wiegt nur 220 Kilogramm und hat eine Reichweite von rund 200 Kilometern", sagt der Ingenieur. Gesteuert wird das ulkige Wägelchen, dessen drei Passagiere Rücken an Rücken sitzen, mit einem Joystick. Der Wendekreis soll extrem gering sein. Der Einstieg funktioniert ein bisschen wie bei der Isetta, denn die gläserne Fahrertür verschwindet zum Einsteigen komplett. Allerdings öffnet sie nicht zur Seite, sondern nach oben.
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Aus Wikipedia (Elektroauto): "In New York gab es 1901 sogar 50 % Elektroautos, 30 % Dampfwagen und die restlichen waren Naphta-, Acetylen- und _Pressluftwagen_."
Also: Ganz alter Hut.
Ein Motor mit 6 KW Leistung. Das sind rund 8 PS. Mein Rasenmäher hat 8 PS. Ich möchte dabei sein, wenn das Fahrzeug mit eingeschaltetem Licht, Scheibenwischer, Klimaanlage (hat das eine?) und CD-Spieler aus dem Stand bergauf fahren soll.
Ich gehe jede Wette ein, dass ein Fahrzeug, das ebenfalls nur 200 kg wiegt, ebenfalls eine derart geringe Reichweite hat und ebenfalls nur einen 6KW-Motor hat, der aber ein Verbrennungsmotor ist, preiswerter und umweltfreundlicher ist und einen geringeren Verbrauch hat, als das Druckluftfahrzeug.
Solange mann nicht mit einem Kompressor oder Strom arbeitet. Mann muss einfach das Auto an den Bundestag oder Bundesrat anschlessen. Dort wird genug heiße Luft produziert. Das einzige Problem was übrig bleibt ist die Kompression dieser Luft... den dort sind manche bekannterweise nicht ganz dicht ;) . Anmeldung für Strom aus Ökologischem Politkraftwerken gibt es übrigens bei den Grünen.
Jetzt mal Spass bei Seite. Diese Druckluftautos sind nach heutigem Stand der Technik leider nur als Spassmobile zu betrachten. Aus dem Auspuff kommen vieleicht weniger (bzw überhaupt keine ) Schadstoffe. Dafür aber aus den Kraftwerken die mehr Strom für die Generatoren produzieren müssen um so mehr (Wirkungsgrad-Verluste wurden oft genug von meine Vorschreiber beschreiben).
Abgesehen davon... in einem Flughafen macht es nicht viel Unterschied ob ein paar Autos mehr oder weniger die Luft zwischen den Turbienenabgasen mehr belasten.
"Unsere Fahrzeuge stoßen null Emissionen aus, wenn sie in der Stadt nur mit Druckluft fahren."
Das ist wie mit dem Strom, der ist auch emissionsfrei, weil kommt ja aus Steckdose....
mdi.lu/english/airpod.php
Und wie wird das Vereisen des Motors bei 4 kW Motorleistung verhindert?
Paging