Von Sebastian Viehmann

Das Druckluftauto ist eine dieser unendlichen Geschichten des Autobaus - nun gibt es zumindest einen Beta-Test: Air France will das erste in Serie gebaute Modell auf Flughäfen in Paris und Amsterdam einsetzen.

Eines muss man Guy Nègre zugestehen: Der Name seines aktuellen Druckluftautos ist clever gewählt. "AirPod" heißt das dreirädrige Gefährt, das Nègres Unternehmen MDI ab Mai an den Flughäfen Paris-Charles de Gaulle und Schiphol (Amsterdam) testen lassen will. Die eng verbundenen Fluggesellschaften Air France und KLM wollen zehn AirPods über einen Zeitraum von sechs Monaten unter anderem für die Beförderung von Wartungscrews einsetzen.

Sorgte für Aufsehen auf dem Genfer Autosalon: das Druckluftauto AirPod (© Foto: Pressinform)

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"Wir werden die Fahrzeuge hinsichtlich der Sicherheit, Ergonomie, Einsatztauglichkeit, Zuverlässigkeit und Wartungsfreundlichkeit überprüfen", schreibt die Air France in einer Pressemitteilung. Man wolle damit den "Einfluss auf die Umwelt weiter reduzieren" - letztlich dürfte es sich vor allem um eine PR-Aktion handeln, mit der man auf sein grünes Gewissen aufmerksam machen will.

Doch bei Air France soll es nicht bleiben. "Viele Kommunen haben schon Interesse an unseren Fahrzeugen angemeldet, auch die Stadt Nizza will eine Testflotte aufbauen", sagt Cyril Nègre, Sohn des Firmengründers und ehemaligen Luftfahrt-Konstrukteurs Guy Nègre und ebenfalls bei dem luxemburgischen Unternehmen MDI aktiv.

Nègre ist froh, dass endlich ein vorzeigbarer Testballon in die Luft geht. "Der AirPod wiegt nur 220 Kilogramm und hat eine Reichweite von rund 200 Kilometern", sagt der Ingenieur. Gesteuert wird das ulkige Wägelchen, dessen drei Passagiere Rücken an Rücken sitzen, mit einem Joystick. Der Wendekreis soll extrem gering sein. Der Einstieg funktioniert ein bisschen wie bei der Isetta, denn die gläserne Fahrertür verschwindet zum Einsteigen komplett. Allerdings öffnet sie nicht zur Seite, sondern nach oben.

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