Aber auch bei der Betankung geht man an Bord der Frauscher 600 Riviera neue Wege. Der Projektpartner Bitter entwickelte ein Tanksystem, das Wasserstoff gefüllte Wechselkartuschen einsetzt. Diese 28 Kilo schweren Behälter, ähnlich einer Gasflasche, können innerhalb von Minuten mit ein paar Handgriffen an Bord des Bootes getauscht werden. Der Tankinhalt wird umgewandelt in rund elf Kilowattstunden elektrische Energie und reicht mit einer Batterie, durch die Leistungsspitzen abgefangen werden, für vier Stunden Bootsvergnügen bei Volllast und gleichbleibender Fahrleistung - eine Verdoppelung der Fahrtdauer gegenüber dem Betrieb mit bisher eingesetzten Batterien.
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Für Frauscher und die Partner ist die Entwicklung des Brennstoffzellen-Bootes eine Investition in die Zukunft. "Immerhin sind wir weltweit die ersten, die das anbieten können", so Werftchef Stefan Frauscher. Man rechnet aber weniger damit, dass sich eine Vielzahl von Privatkunden begeistern lassen wird - das Problem ist die Wasserstoff-Infrastruktur. Und mit fast 150.000 Euro plus Mehrwertsteuer ist das Boot auch nicht eben ein Schnäppchen.
Deshalb setzt man am Traunsee verstärkt darauf, auf Dauer Bootsverleiher oder am Wasser gelegene Hotels als Kunden zu gewinnen. An solchen Standorten könnten dann Photovoltaik-Anlage, Wasserstoffspeicher und -tankstelle sowie die Station zum Tausch der Wechselkartuschen zentral aufgebaut werden, um gleich eine ganze Flotte von Elektrobooten zu versorgen.
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(SZ vom 18.5.2009/gf)
Vor dem ESC-Finale in Aserbaidschan
Aber so bitte nicht:
"Der Tankinhalt wird umgewandelt in rund elf Kilowattstunden elektrische Energie und reicht mit einer Batterie, durch die Leistungsspitzen abgefangen werden, für vier Stunden Bootsvergnügen bei Volllast"
Das gibt vier Stunden Volllast mit einer Durchschnittsleistung von unter 4 PS.
Im Ansatz aber schon sehr schön der Artikel!