Bei der Frauscher-Werft lief das weltweit erste serienreife Motorboot mit Brennstoffzellenantrieb vom Stapel.
Die Diskussion flammt immer wieder auf und wird in jedem Sommer aufs Neue mit Inbrunst geführt: Konventionelle Motorboote sind vielen Anwohnern an Flüssen oder Seen zu laut, die Abgase ein Ärgernis. Auf vielen Gewässern haben die Behörden aus Gründen des Umweltschutzes bereits gehandelt und ein totales Fahrverbot für die schnellen Boote mit Verbrennungsmotor verhängt. Die Alternative sind Elektroboote, deren Batterien an der Steckdose aufgetankt werden müssen; aber auch hier ist die Ökobilanz wegen der Stromerzeugung in Kraftwerken nicht restlos im Reinen. Die Frauscher-Werft im österreichischen Gmunden am Traunsee hat nun einen absolut sauberen Antrieb vorgestellt - das weltweit erste serienreife wasserstoffbetriebene Elektroboot.
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Frauscher 600 Riviera HP: das weltweit erste Boot mit Brennstoffzellantrieb (© Foto: Frauscher)
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Das Herz der sechs Meter langen Frauscher 600 Riviera HP ist eine von Fronius entwickelte Brennstoffzelle - ein elektrochemischer Stromerzeuger, in dem Wasserstoff oxidiert und in Energie umgesetzt wird. Damit wird dann ein vier Kilowatt starker Elektromotor angetrieben, der für fünf Knoten, rund neun km/h, gut ist. Das System arbeitet völlig emissionsfrei - aus dem Rohr am Heck, bei konventionellen Booten der Auspuff, tröpfelt reines Wasser. Und an Bord ist außer leisem Surren nichts zu hören.
Das von dem renommierten Yachtdesigner Georg Nissen gezeichnete Boot ist Baustein einer Zusammenarbeit, die unter dem Titel "Zukunftsprojekt Wasserstoff" läuft. Denn die Unternehmen Frauscher, Fronius und Bitter hatten sich zum Ziel gesetzt, den Umweltschutz bereits bei der Produktion des Wasserstoffs beginnen zu lassen. So soll in der Praxis eine Photovoltaikanlage Sonnenlicht in elektrische Energie umsetzen. Diese betreibt einen sogenannten Elektrolyseur, der Wasser in Sauerstoff und Wasserstoff spaltet; letzterer wird gespeichert und in der Brennstoffzelle wieder in Energie umgewandelt. Michael Schubert, Ingenieur bei Fronius: "Ziel war es, den Umweltgedanken konsequent bis zu Ende zu denken."
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Urteil am Bundesverfassungsgericht
Aber so bitte nicht:
"Der Tankinhalt wird umgewandelt in rund elf Kilowattstunden elektrische Energie und reicht mit einer Batterie, durch die Leistungsspitzen abgefangen werden, für vier Stunden Bootsvergnügen bei Volllast"
Das gibt vier Stunden Volllast mit einer Durchschnittsleistung von unter 4 PS.
Im Ansatz aber schon sehr schön der Artikel!