Was bei Boeing Winglets heißt, nennt sich bei Airbus Sharklets - in jedem Fall sparen die gebogenen Flügelenden bei Passagierjets viel Treibstoff.
Früher wurde die Boeing 737, das meistverkaufte Verkehrsflugzeug der Welt, von den Piloten wegen ihres gedrungenen Aussehens scherzhaft "Schweinchen" genannt. Das sagt heute niemand mehr. Zum einen ist die 737 in ihren neuen Versionen immer länger geworden, zum anderen zieren seit 2001 hochgebogene Flügelspitzen die Tragflächenenden.
Weniger Verbrauch, mehr Leistung: Sharklets am Airbus A320. (© Foto: aspa)
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Inzwischen sind weltweit rund 2500 Boeing 737 mit zumeist nachgerüsteten Winglets unterwegs. Die 2,40 Meter hoch aufragenden Flügelspitzen sparen zwischen drei und sieben Prozent Treibstoff. Die Winglets reduzieren den Widerstand, der durch Luftwirbel an den Flügelenden entsteht, gleichzeitig steigern sie den Auftrieb. Außerdem wirken Jets mit Winglets schnittiger als ohne. "Die Winglets sehen am Flugzeug einfach sexy aus, obwohl natürlich die Reduzierung der CO2-Emissionen wichtiger ist", sagt Dave Morgan, Chefpilot bei Air New Zealand.
Die neuseeländische Fluggesellschaft gilt als die aggressivste weltweit, wenn es um die Verbesserung der Umweltfreundlichkeit des Fliegens geht. Jetzt machen die Neuseeländer wieder Schlagzeilen: Sie werden ab Ende 2012 als erste Airline 14 Flugzeuge des weit verbreiteten Typs Airbus A320 mit gebogenen Flügelenden bekommen. Die hat Airbus entwickelt und nennt sie wegen ihres Aussehens, das einer Haiflosse ähnelt, Sharklets. Bisher verfügen die kleineren Airbus-Typen ebenso wie der A380 nur über kleine Flügelendscheiben, sogenannte Wingtip Fences.
"Die Sharklets sind ein ganz neues Design, das wir aus den für den Großraumjet A350 geplanten Flügelenden abgeleitet haben", erklärt Airbus-Verkaufschef John Leahy. Auf Flügen über 2800 Kilometer Länge soll mit den pro Satz rund 600.000 Euro teuren Sharklets der Treibstoffverbrauch um 3,5 Prozent sinken. Sie steigern wahlweise die Reichweite um rund 280 Kilometer oder erlauben eine um 500 Kilogramm höhere Zuladung. Gleichzeitig verbessern sie auch die Leistung beim Start und im Steigflug.
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...damit man sich das besser vorstellen kann! Also 1t Kerosin kostet über 1000. Der Umbau kostet mit der Liegezeit und den Arbeitsstunde fast 3 Millionen Euro. D.h nach weniger als 3 Jahren rechnet sich das und ist somit sicherlich eine gute Investition wenn die Angaben der Hersteller stimmen.