Wie werden wir in 40 Jahren fliegen? Airbus-Ingenieure und Hamburger Wissenschaftler liefern sich einen kreativen Wettbewerb.
So schön könnte Fliegen 2050 sein: Auf Knopfdruck werden nicht nur Teile der Außenwand des Flugzeugs transparent, sondern auch bestimmte Bereiche des Bodens und die Oberseite der Kabine. Die Pyramiden, die Alpen oder der Eiffelturm am Boden ließen sich ebenso in all ihrer Pracht aus einer Flughöhe von 10000 Meter aus faszinierender Perspektive betrachten wie bei Nacht die Milchstraße hoch am Firmament.
Anzeige
Wirklich in die Ferne sehen, anstatt fernzusehen und dabei auf kleine Bildschirme zu starren, das wäre eine revolutionäre Form der Bordunterhaltung. "Wir wollen das Erlebnis Fliegen verbessern und möglichst viel Faszination unterbringen", sagt Axel Krein über seine Vision. Der Ingenieur leitet bei Airbus in Hamburg die Abteilung Forschung und Technologie. Zusammen mit Hunderten Mitarbeitern hat Krein jetzt die erste offizielle Zukunftsvision des europäischen Herstellers erarbeitet, um zu zeigen, wie Fliegen 2050 aussehen könnte. Ergebnis ist das Airbus Concept Plane, eine Flugzeugstudie, die im Juli auf der Luftfahrtmesse in Farnborough (SZ berichtete) erstmals vorgestellt wurde.
Schon äußerlich unterscheidet sich das Flugzeug, in dem bis zu 250 Passagiere Platz finden könnten, von dem, was man heute kennt. Der Rumpf hat den Querschnitt eines liegenden Eis, "wir nennen das 'Oval in der Horizontalen'", sagt Axel Krein. Bisher waren Rümpfe entweder kreisrund oder wie etwa die A380 oval in der Hochachse. Der Grund für die Änderung ist simpel: "Der Rumpf unseres Konzeptflugzeugs soll zusätzlichen Auftrieb durch seine Form erzeugen", erklärt der Airbus-Ingenieur.
Die Tragflächen sind besonders lang und dünn, um besser durch die Luft zu gleiten, den Treibstoffverbrauch zu optimieren und weniger Widerstand zu bieten. An der Tragflächenwurzel, hinter der Kabine, befinden sich die beiden Triebwerke. Damit ist es zum einen für die Insassen leiser, durch eine Abschirmung nach unten wird auch die Lärmausbreitung zum Boden hin minimiert.
Unter den Triebwerksauslässen befinden sich die Aufhängungen des u-förmigen Hecks. Es besteht nur noch aus einem auf beiden Seiten nach oben gebogenen Höhenruder, das bisher übliche Leitwerk fehlt. "Da heute die Motoren an den Flügeln hängen, braucht man eine vertikale Heckflosse für die Richtungsstabilität, falls ein Motor ausfällt", erklärt Krein. Die Motoren dagegen sollen nach den Airbus-Plänen künftig so zuverlässig sein, dass sie nie mehr ausfallen. Damit entfalle die Notwendigkeit für ein Leitwerk.
Sie sind jetzt auf Seite 1 von 4 nächste Seite
- Thema
- Schiene-Wasser-Luft RSS
- ILA Wie die Zeit verfliegt 31.05.2010
- Airbus A380 Dienstbeginn für Gulliver 17.05.2010
- Flug ins Büro Ein Pendler schwebt im siebten Himmel 12.08.2010
- Boeing 787 Dreamliner In Europa gelandet 23.07.2010
- "Solar Impulse" gelandet Mission erfüllt 08.07.2010
- "Solar Impulse" gestartet Mit Sonnenkraft durch die Nacht 07.07.2010
- Trimaran Hydroptère Das rasende Dreibein 09.06.2010
FC Bayern nach dem verlorenen Finale
Leider wahrscheinlich genau so wie heute!
Die meisten zB Boeing-Typen sind in den 1960ern oder 70ern entstanden. Da stellt sich die Frage, warum man heute immer noch mit diesen alten Dingern fliegt. Auf den Automobilbau übertragen, wäre das so, als ob Käfer und Ur-Golf das Strassenbild seit 40 oder 50 Jahren dominierten. Unvorstellbar!
Nach meinem Kenntinsstand kommt diese Trägheit hauptsächlich durch rigiden gesetzliche Regelungen und nicht mangels Ideen zustande. Für jede noch so kleine Änderung am Flugzeug muss man ein langwieriges Antragsverfahren durchlaufen, welches jede Kreativität im Keim erstickt.
Sie haben offenbar eine rückwärtsgewandte und grundsätzlich pessimistische Denkweise. Ob Sie wohl auch mal daran denken, dass es in 40 Jahren einen erheblichen technischen Fortschritt gibt?! Schon heute fliegen rein solargetriebene Flugzeuge nonstop um die Erde. Schon heute können Flugzeuge mit Biokraftstoffen betrieben werden. Schon heute können wir mittels Solarenergie Wasserstoff erzeugen. Vielleicht gibt es in 40 Jahren auch völlig neue Antriebstechnologien, die wir uns heute noch überhaupt nicht vorstellen können.
Sie können sicher sein, dass sich die Luftfahrtindustrie in 40 Jahren weitgehend von fossilem Öl gelöst hat.
Wie werden wir in Zukunft fliegen ? Mit dem Flugzeug nehme ich an,nur das wie,das ist die Frage. Nun zur Beruhigung den Nurfluegler gab es in den fruehen 30 ger Jahren schon von Junkers,es ware 3 Exemplare mit Dieselmotor 2 Takt von Junkers. Also nich ganz neu,es wird auf der Langstrecke hoeher geflogen werden als heute,mit Ram Jet Triebwerken und mit Wasserstoff. Auch wird auf der Kurz und Mittelstrecke der Magnetzug das Heft in die Hand nehmen. Was dem heute fehlt ist der guenztige Ausbau der Stromseite, ( Die Wickerlung ) ist in der fahrstrasse intregiert. Auch hier wird es Loesungen geben. Fue den kleinen Flugverkehr kommen neue Motoren heraus.
Ob die Jungs wohl mal daran denken, dass nach heutigem Wissensstand - und vor allem Verbrauch - im Jahr 2050 die Erdölvorräte so weit zur Neige gegangen sind, dass Kerosin nicht mehr vorhanden oder so unbezahlbar teuer ist, dass sich Fliegen nur noch eine kleine Minderheit leisten kann?
Ganz abgesehn davon, dass das dann noch förderbare Erdöl für andere, weitaus wichtigere Zwecke dringend benötigt wird.
freue mich dann mal, den ersten Nurflügler-Passagierjet betrachten zu dürfen.
Allerdings habe ich da so meine Zweifel...
Denn: die Flughäfen sind für solche Kisten doch arg klein; Umbaute gehen nur zulasten der Kapazität (kann zwar sein, dass viele lokale Flüge in Zukunft durch Bahnverbindungen ersetzt werden).
Grossraumschiffe wie etwa ein A380 dürften so das Optimum darstellen, die Umbaumassnahmen sind gering und die Passagierzahl doch so handlebar, dass die Standzeiten kurz sein können. Weiter ist auch fraglich, ob es genügend Passagiere für einen 1000 Sitze-Jet nach Irgendwohin geben wird...
Apropos: wer wirklich cool in die USA gelangen will (und Zeit hat), der nehme das Schiff ab Southampton. So entspannend war's noch nie, mal abgesehen vom üblichen Sicherheitsbrimborium am Hafen (wie am Flughafen, nur mit 1000 Passagieren dauert's einiges länger).
Ich persönlich wäre eher für schnellere und bessere Schiffsverbindungen; 3 Tage zwischen Hamburg und Boston wären schon eine arg konkurrenzfähige Zeit....
Paging