Ein Praxistest von Günther Fischer

Der Fiat Bravo ist Teil der erstaunlichen Wandlungen bei Fiat: schicke Schale und prima Preis.

Saft & Kraft Satte 150 PS aus eher mageren 1,4 Litern Hubraum - das geht nur dank Aufladung. Fiat nutzt beim T-Jet-Motor (aus der Fire-Motoren-Famile) dafür einen Turbolader mit steiler Turbinengeometrie - kräftiger Druck bei höheren Drehzahlen ist die schöne Folge. Der Motor glänzt mit 206 Nm Drehmoment bei 2250 U/min, eine Overboostfunktion (per Sporttaste am Lenkrad zu aktivieren) steigert das Drehmoment kurzfristig auf 230 Nm (bei 3000 U/min) und verschärft die Gaspedalkennlinie, wie das immer so schön heißt.

Ein Turbolader hilft dem 1.4-T-Jet-16-V-Motor auf die Sprünge. (© Foto: Fiat)

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Gemeint ist damit: Das Auto setzt auch den kleinsten Druck aufs Gaspedal ohne Verzögerung um, best fröhlich um die Kurven und ist ausgesprochen flott unterwegs.

Fiats Rechnung aber - kleiner Motor, große Leistung, kleiner Durst - geht nicht so ganz auf: Unter neun Liter Super bleifrei war der sympathische Italiener kaum je zu bewegen.

Stuss & Genuss Schick und schnittig ist das Äußere, die Proportionen stimmen - mit dem Bravo T-Jet hat Fiat endlich wieder einen prächtigen italienischen ragazzo im Programm. Einen temperamentvollen noch dazu. Auch das Einsteigen macht Spaß. Endlich wirkt ein Fiat im Innenraum wieder gut verarbeitet, das Lederlenkrad und der Schalthebel liegen perfekt in der Hand. Es sitzt sich bequem. Nur selten passt die Vokabel spritzig bei einem Auto selten so gut. Leichtfüßig federt der T-Jet-Bravo durch die Gegend, verteilt seine Kraft behände übers ganze Drehzahlband, die Sporttaste verwandelt den Motor von einem fidelen in einen richtig kernigen Treibsatz. Aber: so kernig der Motor, so mäßig zielgenau die Lenkung. Auch die Schaltung dürfte gerne knackiger sein. Es ist also noch Luft nach oben.

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