Das Auto mit der wohl niedrigsten Ladekante auf dem Markt hätte man sich irgendwie anders vorgestellt. Ferrari betritt mit dem California Neuland und wildert bei Mercedes, Bentley und Maserati.
Ferrari baut ab sofort auch einen echten Cruiser. Kein Auto für Rennfahrer oder kompromisslose Piloten. Der California gehört genau dorthin, woher sein Name kommt: Zwischen den seichten Hügeln im Hinterland von Big Sur oder den Landstraßen zwischen San Diego und Palm Springs ist sein bevorzugtes Revier. Der Ferrari California will Kunden locken, die sich bisher bei Bentley, Mercedes, Maserati oder Aston Martin bestens aufgehoben fühlten. Ganz unverhohlen spielt der Einsteiger-Ferrari dabei mit historischen Anlehnungen an den Ferrari 250 California - für viele nicht nur eines der teuersten, sondern auch schönsten Autos aller Zeiten.
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Der erste zum Cruisen: Ferrari California (© Foto: Pressinform)
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Ferraris sind selten bekannt für ihre Kompromisse. Das ist bei dem ersten Coupé-Cabriolet anders. Beim California ist man auf einen aktuellen Cabrio-Trend aufgesprungen, um auch Kunden zu gewinnen, die bisher einen Bogen um die roten Renner aus Maranello gemacht haben. Vor allem die heiß umworbene US-Kundschaft nimmt man mit einem Coupé-Cabriolet ins Visier und paart deswegen Klappdach mit Ferrari-Sound, italienische Lebensart mit prächtigen Fahrleistungen.
Wem ein Mercedes SL zu langweilig, ein 6er BMW zu gewöhnlich und ein Bentley Continental GTC zu üppig ist, der dürfte sich beim neusten Spielzeug von Ferrari standesgemäß aufgehoben fühlen. Noch bevor Maserati seine GranTurismo-Palette mit einem viersitzigen Luxuscabriolet krönt, bietet Ferrari ein Luxusgefährt für sonnige Tage. Zwei Personen, vielleicht sogar mit Kind und leichtem Reisegepäck, haben im California gut Platz.
Grazile Front, üppiges Heck und eine beeindruckende Seitenlinie - aus diesem Stoff werden Traumcabriolets gebaut. Wenn dann 460 PS unter der Haube donnergrollen, dann kann es sich nur um den Ferrari California handeln.
Doch noch spannender als die dynamischen Ferrari-Qualitäten und die optischen Leckerbissen sind die technischen Innovationen. So viele Neuerungen wie beim California hat Ferrari selten in ein Auto gepackt: Doppelkupplung, Direkteinspritzung, Alu-Klappdach und Platz für vier statt zwei Personen gab es so bisher noch nie.
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Aufregung um Italiens Ex-Premier
Zitat: "Nicht überspielen kann der Cruiser seine spürbaren Wankbewegungen bei flotter Gangart. Aller Komfortgewinn hat bei der Fahrdynamik eben auch seine schlechten Seiten."
Wäre es tatsächlich zuviel verlangt, in einem derartigen na ja: Auto ein adaptives Fahrwerk mit automatisch sich anpassenden Dämpfern zu erwarten, anstatt dieses "Manko" gewissermaßen als gottgegeben hinzunehmen, wie es der wie immer kritiklose Press-Informling tut?