Die Schwebeteilchen des Feinstaubs sind höchsten zehn Mikrometer groß - das entspricht etwa einem Zehntel der Dicke eines menschlichen Haares. Trotzdem sterben laut EU-Kommission jährlich allein in Europa mehr als 288.000 Menschen vorzeitig an Feinstaub.

Unter Feinstaub versteht man kleine Schwebeteilchen in der Luft, die höchstens zehn Mikrometer groß sind. Das entspricht etwa einem Zehntel der Dicke eines menschlichen Haares. Zu den Hauptverursachern von Feinstaub gehören Kraftwerke und Fernheizwerke, Abfallverbrennungsanlagen und die Metall- oder Stahlindustrie. In Ballungsräumen erzeugt vor allem der Verkehr Feinstaub, hauptsächlich die Verbrennung von Diesel. Dazu kommen der Abrieb von Reifen, Bremsen und Kupplungsbelägen sowie der aufgewirbelte Straßenstaub.

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Auch in Innenräumen entsteht Feinstaub, dessen Konzentration sogar um ein Vielfaches höher sein kann als in der Außenluft. Er entsteht durch alle Verbrennungsprozesse - auch bei Kerzen oder Räucherstäbchen - sowie durch Toner in Kopierern und Druckern. Die winzigen Feinstaubteilchen gelangen über Atemwege und Blut direkt in viele Organe, auch ins Herz. Sie verursachen in den Atemwegen lokale Entzündungen und können so die Gesundheit schwerwiegend beeinträchtigen. Mögliche Folgen sind Husten, Atemnot, Atemwegs- und Herzkreislauf-Erkrankungen, Lungenkrebs und vorzeitige Todesfälle. Laut EU-Kommission sterben jährlich allein in Europa mehr als 288.000 Menschen vorzeitig an Feinstaub. Für Deutschland veranschlagt die Studie 65.000 vorzeitige Todesfälle.

Seit dem 1. Januar 2005 ist eine EU-Richtlinie in Kraft, die Grenzwerte für die Außenluft festlegt: Seither darf der Grenzwert von 50 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft höchstens an 35 Tagen im Jahr überschritten werden. Die Verantwortung für die Einhaltung der Grenzwerte liegt bei den Bundesländern.

Am 1. März 2007 ist in Deutschland die Verordnung für Feinstaub-Plaketten in Kraft getreten, die Autos in vier Schadstoffklassen einteilt. Wenn eine Kommune Fahrverbote in Umweltzonen erlässt, können dort nur Autos mit entsprechenden Plaketten fahren.

Nach einer Übersicht des Umweltbundesamts gibt es seit 1. Januar 2008 Umweltzonen in Köln, Dortmund, Hannover und Berlin, am 1. März kamen die baden-württembergischen Städte Stuttgart, Ilsfeld, Ludwigsburg, Leonberg, Tübingen, Reutlingen und Schwäbisch Gmünd dazu. In weiteren Städten, vor allem im Ruhrgebiet und in Baden-Württemberg, sind Umweltzonen geplant.

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(sueddeutsche.de/AP/gf)