FahrradSieben Radler-Regeln, die kaum jemand kennt

Manchmal dürfen Radler auch nebeneinander oder auf dem Gehweg fahren: Im Straßenverkehr ist viel mehr erlaubt, als die meisten wissen.

Von Felix Reek

Radfahrer müssen nicht immer den Radweg benutzen

Der Zustand vieler Radwege in deutschen Städten ist desaströs. Zu schmal, übersät mit Schlaglöchern, zugeparkt mit Autos. Also weichen viele Fahrradfahrer auf die Straße aus - da herrscht zwar mehr Verkehr, dafür sind die Bedingungen besser. Sehr zum Unwillen der Autofahrer, denen die Radler zu langsam unterwegs sind, die sie deshalb lieber auf den Radweg verbannen würden. Die allgemeine Ansicht: Gibt es eine extra Fahrbahn für Radfahrer, müssen diese sie auch nutzen. Das stimmt aber nicht immer.

Dies gilt nur für Radwege, die mit einem von drei blauen Schildern extra so ausgewiesen sind. Das erste gibt die Strecke nur für Radfahrer frei (im Bild zu sehen), das zweite schreibt eine gemeinsame Nutzung von Radlern und Fußgängern vor, das dritte zeigt getrennte Rad- und Gehwege an. Aber auch da gibt es Ausnahmen. Bei Eis- und Schneeglätte dürfen Radler immer auf der Straße fahren. Oder wenn Gegenstände den Radweg versperren - wie etwa hineinwuchernde Sträucher, abgestellte Mülltonnen oder parkende Autos.

Bild: dpa 14. Juni 2018, 05:222018-06-14 05:22:18 © SZ.de/harl/rus