Von Jörg Reichle

Vom Auto der kleinen Leute zum ehrgeizigen Premium-Modell: Der Passat ist technisch und optisch gut wie noch nie.

Wenn es einen Preis für das deutscheste aller deutschen Autos gäbe, der Passat hätte ihn verdient - nicht zuletzt, weil er, vielleicht mehr noch als vor ihm der Käfer, das Streben des Kleinbürgertums nach Wohlstand und Geltung symbolisiert und dabei stets so unauffällig war, wie es Nachkriegsdeutschland immer sein wollte. Seit 1973 gibt es den Passat. Er basierte damals auf dem Audi 80, debütierte als Schrägheck und Kombi und er erfüllte seine Rolle seitdem so dezent wie meisterhaft.

passat variant; vw

Ein solides Stück Auto: der Passat Variant (© Foto: VW)

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Höhere Sphären

Lang ist's her. Heute ist der Passat technisch und optisch gut wie noch nie. Aber auch sehr weit von den kleinen Leuten entfernt. Die fahren mittlerweile häufig Autos aus Fernost, während der Volks-Wagen von einst nach höheren Sphären strebt.

Vor allem ist er größer geworden, viel größer. Und das viele blitzende Chrom um die Nase könnte einen auf den Gedanken bringen, er trage diese ziemlich hoch. Andererseits spielt der Passat von heute tatsächlich fast schon in einer Liga mit den großen Namen wie Mercedes oder BMW.

Geblieben ist dem Passat über die Zeit, dass die Kombiversion am beliebtesten ist. Kein Wunder: Der Variant ist größer, vielseitiger und sieht attraktiver aus als die Limousine.

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