Von Von Sebastian Viehmann

Schwedische Autos waren schon immer anders. Bei Volvo kann man sich jetzt gleich doppelt von der schnöden Masse abheben - im C30, der mit Bioethanol-Kraftstoff läuft.

Auch ein schöner Rücken kann entzücken. Und der Volvo C30 hat eine Kehrseite, die man nur als zauberhaft beschreiben kann. Vorausgesetzt, man erwärmt sich für extravagantes Design. Ab sofort gibt es den C30 auch als 1.8 F. Der 125 PS starke Motor kann sowohl mit Bioethanol (E85 = 85% Ethanol) als auch mit normalem Superbenzin gefüttert werden - oder mit jeder beliebigen Mischung dazwischen. Auch die Limousine S40 und der kleine Kombi V50 sind als 1.8 Flexifuel erhältlich.

Volvo C30 1.8 Flexifuel

Angriff aus dem Norden: Der kleine Schwede nimmt Anleihen beim legendären Schneewittchensarg P 1800 ES und will bei der deutschen Konkurrenz so richtig wildern. (© Foto: Pressinform)

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Der C30 gefällt als schickes Lifestyle-Gefährt mit genügend Platz für zwei Personen. Auf der Rückbank geht es etwas knapper zu, doch bietet der Fond kaum weniger Platz als die eng geschnittene Limousine S40. Der Kofferraum des C30 ist mit 251 Litern Fassungsvermögen freilich eher nett gemeint als wirklich brauchbar.

Als Kraftquelle für den kleinen Dreitürer sollten die 125 PS des 1.8 F eigentlich ausreichen. Doch die Maschine hat mit dem immerhin 1,3 Tonnen schweren C30 kein leichtes Spiel. Er kommt etwas zu zäh aus den Pantoffeln und wird schon ab 100 km/h ungewöhnlich laut. Serienmäßig ist ein Fünfganggetriebe an Bord, dessen Schaltknüppel sich immerhin präzise durch die Gänge dirigieren lässt. Die Servolenkung reagiert etwas unsensibel, dafür stimmt der Federungskomfort. Wer den C30 als Reisemobil fahren will, dürfte mit dem etwas schwachbrüstigen Motor allerdings nicht ganz glücklich werden.

Schluckspecht im Konzernbruder

Der 1.8 Flexifuel wird übrigens auch bei Ford eingesetzt, zum Beispiel im neuen C-Max. Der stellte sich bei ersten Testfahrten als echter Säufer heraus. 12 bis 14 Liter flossen laut Bordcomputer bei unseren Fahrten im C-Max durch die Leitungen - selbst bei schonender Fahrweise. Das ist fast doppelt soviel wie der Durchschnittsverbrauch des normalen 1,8-Liter Benziners (7,1 Liter).

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