An Platzangebot und Sitzkomfort des VW Eos gibt es nichts auszusetzen. Vier Passagiere finden problemlos Platz. Das Design ist ebenso eigenständig wie klar gehalten. Auffällig ist allenfalls die Front mit dem Chromkühlergrill, bei der Seitenlinie und dem betont flachen Heck hingegen wollte die Designabteilung scheinbar nicht allzu viel riskieren - schließlich kennt man seine Kundschaft. Das Cabriolet sieht vorne bis hinten stimmig aus - offen wie geschlossen.
Anzeige
Wo bleibt die Extravaganz?
Und trotzdem würde man sich für einen offenen Traum irgendwie mehr Individualität wünschen. Das gilt einmal mehr für den Innenraum. Hier hat der geneigte Cabriokunde das Gefühl, in einem schnöden Golf-Basismodell zu sitzen. Exzellent verarbeitet, übersichtlich und entsprechend hochwertig; doch man würde sich bei 25 Grad im Schatten und Wind im wehenden Haar mehr Extravaganz wünschen?
Die Modellpalette lässt dem Kunden alle Möglichkeiten. Die Volumenmodelle Eos 2.0 FSI und Eos 2.0 TDI sollten die meisten glücklich machen. Eine solide Wahl ist der 150 PS starke Benziner, der 200 Nm Maximaldrehmoment und 210 km/h Spitze bietet und dabei gerade einmal 8,3 Liter SuperPlus verbrauchen soll. Weniger Leistung sollte es angesichts von knapp 1,6 Tonnen Leergewicht und einer Länge von 4,41 Metern dann doch nicht sein.
Fronttriebler
Wer "untenherum" mehr Dampf möchte, greift zum 140 PS starken Diesel und den größeren Brüdern mit 200 und 250 PS. Jedoch hat bereits der 200 PS starke GTI-Motor Probleme, die Kraft des Fronttrieblers auf den Boden zu bekommen. Derzeit ist noch nicht entschieden, ob der Eos später auch als Allradler kommen wird. So bleibt es vorerst eben beim Frontantrieb.
Über jeden Zweifel erhaben sind das ausgezeichnet abgestimmte Fahrwerk und die wohltuend verwindungssteife Karosserie.
Alles andere als Zukunftsmusik ist der Preis. Wer echten Cabriospaß will, kommt zumindest um den VW Eos 2.0 FSI nicht herum, der mindestens 27.950 Euro kostet. Für den von VW proklamierten Cabriotraum fehlt dann immer noch einiges. Mit den bekannten Open-Air-Annehmlichkeiten wie beheizten Ledersitzen, Windschott und dem leider immer noch viel zu müden Navigationssystem liegt man deutlich über der der 30.000er-Grenze.
Sie sind jetzt auf Seite 2 von 2
(sueddeutsche.de/Pressinform)
Retuschierte Stars