Eindrucksvoll, wenn Rallyelegende Walter Röhrl auf der gleichermaßen welligen wie kurvenreichen Landstraße bei Tempo 230 wie nebenbei von seinen Radtouren in die Umgebung von Jerez erzählt - und den Turbo immer unter Kontrolle hat.
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Crossover der anderen Art
Doch die echten Erfahrungen will man selbst am Lenkrad machen. Die unterscheiden sich dann gar nicht so sehr von denen als Röhrl-Beifahrer: weniger schnell, ja. Aber genauso die automobile Erfüllung pur.
Immer wieder der Genuss, wie lässig man in dem Turbo unterwegs sein kann. Brettharter Sportwagen? Von wegen! Der 1,6 Tonnen schwere Allradler macht auf Crossover der anderen Art. Nur Cracks und solche, die es sein möchten, interessieren sich für das rund 1500 Euro teure Sport-Chrono-Paket. Dann gibt es nochmal 60 Nm Booster als Sahnehäubchen. Aber auch ohne ist er Verführung pur.
Doch die Technik des Turbos sollte auch Nachwuchssportler aus VW- und Opel-Ligen zum Schwärmen bringen. Als erster Hersteller bietet Porsche einen Turbo-Benziner mit variabler Turbinengeometrie an. Was sich bei der Dieselfraktion längst durchgesetzt hat, scheint auch bei den Benzinbrüdern eine Zukunft zu haben. Die (er)fahrbaren Erfolge des variablen Turbos sind gewaltig.
Stoff für Freaks
Viele Einzelheiten über die technische Umsetzung bleiben zunächst Betriebsgeheimnis. Doch echten Sportwagenfans könnte die Frage nach der Behandlung von Abgastemperaturen jenseits der 1000 Grad Celsius durchaus schlaflose Nächte bringen.
Der gemeine 911-Turbo-Fahrer wird die ganze Innovationsfreude dagegen eher mit einem erfreuten Kopfnicken zur Kenntnis nehmen - und jede Sekunde hinter dem Lenkrad genießen. Die können denn auch recht schnell vergehen. 310 km/n Spitze und null auf 100 km/h in 3,9 Sekunden (mit Tiptronic 3,7 Sekunden) lassen im Freundeskreis keine Kritik mehr zu - wetten? In der Leistungsklasse interessiert dann ohnehin mehr, ob die mehr als 8500 Euro teuren Keramikbremsen geordert worden sind. Und weniger, wie illusionär die versprochenen 12,8 Liter Verbrauch auf 100 Kilometer sind. SuperPlus, versteht sich.
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(sueddeutsche.de/Pressinform)
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