Von Von Stefan Grundhoff

Was war das für ein Auftritt, als Nissan vor mehr als einem Jahr den neuen 350 Z vorstellte? Seit dem Audi TT 1998 hatte kein Sportwagen mehr für derart viel Aufsehen gesorgt. Jetzt legen die Asiaten nach: Der Z kommt zum Frühjahr auch als Roadster zu uns.

Die einem wollen schlicht einen Sportwagen, die anderen wollen ein bisschen mehr. Purer Sportwagen ja - aber bitte ohne Dach. Gesagt, getan: Die Roadster-Version bietet Dank des versenkbaren Dachs etwas mehr - mehr Oben-ohne-Fahrspaß.

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Das Dach ist dicht, aber nicht sonderlich geräuschdämmend. (© Foto: Pressinform)

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Das Mehr merkt der Fahrer auch beim Gewicht. Der Nissan 350 Z Roadster hat satte 1.720 Kilogramm auf den Rippen; 110 kg mehr als das schon nicht leichte Coupé und satte 300 kg mehr als ein vergleichbarer Porsche Boxster. Nicht nur in der Sportwagenklasse sind das Welten.

Allenthalben ein bisschen mehr

Doch das bekannte 3,5-Liter-Triebwerk mit seinen 206 kW / 280 PS macht den offenen Z keinesfalls zu einem müde trottenden Pferd. Andererseits: Von motorsportlichen Glanzleistungen muss man sich schnell verabschieden. Der 350er ist der souveräne Cruiser, der in allen Lebenslagen ein bisschen mehr bietet.

0 auf 100 km/h in 6,4 Sekunden und eine abgeriegelte Höchstgeschwindigkeit von 250 km/h sind klassenübliche Werte. Doch der sportlich ambitionierte Fahrer würde sich gerade beim frechen Ritt auf der Landstraße ein paar Pfund weniger auf den Rippen wünschen.

Das Fahrwerk des Nissan ist hingegen tadellos. Die 4,31 Meter lange Karosserie wirkt steif und daher jederzeit souverän. Die Feder-Dämpfer-Abstimmung kommt sportlich straff, aber nie hart. Allein der versprochene Durchschnittsverbrauch von weniger als zwölf Litern pro 100 Kilometer ist von den Asiaten mutig kalkuliert.

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