Fahrbericht: Mercedes R 500 Ein Schiff wird kommen
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26 Buchstaben hat das Alphabet, und Mercedes ist auf dem besten Weg, die Buchstabensuppe komplett auszulöffeln. Neuestes Kind ist die Mercedes R-Klasse, eine imposante Luxuslimousine der besonderen Art - als Kombi.
Die Bezeichnung "Kombi" hört man bei den Stuttgartern nicht besonders gern. Die einfallsreiche Marketingabteilung hat bereits bei der neuen B-Klasse die viel sagende Bezeichnung GST - Grand Sports Tourer - ins Leben gerufen.
Mehr als fünf Meter lang und mit sechs Sitzen gesegnet: R-Klasse
(Foto: Foto: pressinform)Anfang nächsten Jahres kommt deren großer Bruder, die neue R-Klasse, zu uns. Lange Jahre hatten sich die Premiumhersteller um eine Kombiversion im Luxussegment herumgedrückt. Doch genau das sind R 500 und R 350, die bereits von Herbst an in den USA zu bekommen sein werden.
Allrad und sieben Gänge
In Amerika hat die R-Klasse sozusagen ihre Wurzeln. Produziert wird sie im Werk Tuscaloosa - hier entsteht auch die erfolgreich gestartete Mercedes M-Klasse. Mit der teilt sich die R-Klasse unter anderem das Antriebskonzept: Auch der R kommt serienmäßig mit Siebengang-Automatik und Allradantrieb. Und mit Luftfederung.
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Es ist durchaus eine Überraschung, dass Mercedes als erster deutscher Hersteller einen Edelkombi im Luxussegment platziert. Auch BMW und besonders Audi haben bereits mehrere Studien gezeigt. Doch während die Konkurrenz noch vor sich hintüftelt, hat DaimlerChrysler sein neues US-Flaggschiff bereits fertig.
So ganz neu ist die Idee indes nicht. In den USA ist seit einigen Jahren bereits der Chrysler Pacifica unterwegs - ebenfalls ein sportlicher Crossover mit viel Platz, Leistung satt und Allradantrieb.
Beeindruckende Verhältnisse
Auftritt und Dimensionen der neuen R-Klasse sind imposant. Die US-Lang-Version verfügt über eine Gesamtlänge von 5,16 Metern. Bis zu sechs Personen haben in dem verschwenderisch großzügigen Innenraum Platz. Für den europäischen Markt gibt es Benzin- und Dieselaggregate, sowie eine verkürzte Version, die knapp fünf Meter lang ist.
Ein großer Wurf ist jedoch die Lang-Version, die auch in Europa gegen Aufpreis erhältlich sein wird. Fahrer und Beifahrer fühlen sich in gewohntem Mercedes-Ambiente überaus wohl: übersichtliche Instrumente, tadellose Sitze und ein mächtiger Mitteltunnel mit zahlreichen Ablagen und den in den USA so wichtigen Becher- und Flaschenhaltern. Sogar an einen Flaschenöffner wurde gedacht.
Allein die Wertigkeit der Oberflächen am Armaturenbrett kann nicht überzeugen. Das passt zu einer A- oder B-Klasse, aber in einem "R", der in Deutschland bei rund 50.000 Euro beginnen dürfte, wünscht sich der geneigte Oberklassenkunde mehr. Immerhin tröstet die gute Verarbeitung.