Wie verbessert man einen Klassiker? Ganz behutsam. An diese Regel hat sich auch Mazda bei der neuen Generation des Roadsters MX-5 gehalten: Evolution statt Revolution hieß die Vorgabe an die Designer.
Gleich alle drei Mazda-Designstudios arbeiteten mehr als ein Jahr lang im Wettbewerb an der endgültigen Form des neuen Mazda MX-5 - im japanischen Hiroshima, in Irvine, USA, und in Oberursel. Als erster auf der Strecke blieb der US-Entwurf: zu groß. Hiroshima bekam den Zuschlag für die äußere Form, Oberursel für den Innenraum.
Behutsam evolutioniert: der Mazda MX-5 der dritten Generation (© Foto: pressinform)
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Der Dreikampf hat sich gelohnt: Der Mazda MX-5 in der dritten Generation ist deutlich moderner geworden - aber immer sofort wiederzuerkennen.
Als erstes fällt auf, was fehlt: Der MX-5 hat keine Cola-Taille mehr. Die Seitenflanken ziehen sich bis hinten hin, ohne im Bereich der Türen leicht nach innen zu schwingen wie bei den bisherigen zwei Modellen. Das sorgt nicht nur für eine kraftvollere Optik, sondern auch für etwas mehr Platz links und rechts im Innenraum.
Alles oval
Nach wie vor ist das Oval die bestimmende Form des Roadsters: Die Rückleuchten, die wieder etwas flacheren Scheinwerfer vorne, der fast original vom ersten (!) MX-5 übernommene untere Kühler, die Linie der Motorhaube, die Form des ganzen Autos, wenn man von oben drauf sieht.
Dabei ist der MX-5 an allen Rundungen gewachsen. Länge und Höhe legten um 20, die Breite um 40 Millimeter zu. Zum sportlichen Outfit tragen vor allem auch die vergrößerten Spurweiten vorne und hinten sowie die um einen Zoll größeren Räder bei, die in kräftiger ausgeformten Radkästen laufen.
Problemfall Größe
Auch innen hat der Roadster zugelegt. Nicht nur bei der Qualität der verwendeten Materialien, sondern auch in der Breite des Luftraumes um Hüften, Schultern und Ellenbogen. Aber zum Platz-Wunder reicht es noch lange nicht. Personen bis 1,86 Meter Körpergröße "passen nun bequem ins Auto", meint zwar Mazdas Programmchef Takao Kijima. Aber "bequem" ist relativ. Wer mehr als 1,80 mitbringt, sitzt auch im neuen MX-5 nicht wirklich entspannt.
Das Lenkrad ist nur in der Höhe, nicht aber in der Länge einstellbar. Die Sitze lassen sich für Große nicht weit genug nach hinten schieben. Vor allem aber: Der Getränkehalter in der Seitentür sorgt bei langen Beinen für permanente Druckstellen in der Kniegegend. Bitte, bitte: Schenkt uns bei der vierten Generation noch ein paar Zentimeter Lebensraum nach hinten.
Denn wenn man richtig sitzt, erschließt sich einem der wahre Fahrspaß dieses Roadsters. Das ausgewogene Fahrwerk zum Beispiel, das zusammen mit der breiteren Spur und dem größeren Radstand für ein in fast jeder Lage neutrales Fahrverhalten sorgt - straff, aber nicht unbequem. Mit zwei Personen an Bord kommt der Roadster nun auf ein fast ausgeglichenes Gewichtsverhältnis zwischen Vorder- und Hinterachse.
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Aufregung um Italiens Ex-Premier