Und: Der hat nicht gelebt. Jeep hat dem aktuellen Klettermaxe nicht nur eine breitere Spur, sondern auch einen verbesserten Allradantrieb spendiert - "RockTrack" im Rubicon mit zahlreichen technischen Finessen (u.a. mit einer 4:1-Untersetzung), in allen anderen Wranglern "CommandTrack" ohne Sperren und einer 2,72:1-Untersetzung.
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Lange, lange vermisst - seit 65 Jahren - wurde ein Dieselmotor. Der stammt nun aus dem DaimlerChrysler-Konzernregal, heißt 2.8 CRD und leistet 177 PS bei 3.800 U/min. Die bringen den Wrangler immerhin auf Tempo 180 - umjubelt von beeindruckenden Windgeräuschen. Beschleunigungswerte interessieren bei einem Offroader niemanden.
Die gefühlten Werte sind allemal in Ordnung, auch ohne Getriebeuntersetzung verleihen die 410 Newtonmeter schon ab 2000 Touren ordentlich Schub. Die Verbrauchsangaben von 9,9 Litern Diesel pro 100 Kilometer im Drittelmix sind dagegen wenig praxisnah - allein die kantige Aerodynamik und der Allradantrieb garantieren üppigere Werte.
Ziemlich prima ist das neue Sechsganggetriebe - obwohl die Schaltung etwas hakelig ausgefallen ist. Gut abgestimmt mit nicht allzu langen Schaltwegen: Damit ist ein kleiner Abstecher onroad auf deutsche Landstraßen durchaus zu meistern. Denn der Wrangler ist nicht nur ein Begleiter für wirklich hartes Gelände. Auch auf befestigen Wegen ist er inzwischen ein angenehmes Gefährt. Nicht, dass plötzlich eine schnelle Kurvenfahrt locken würde - immerhin rollt der Wrangler mit Starrachse (hinten) und Panhardstäben. Aber die Seitenneigung hält sich in Grenzen, der Abrollkomfort ist akzeptabel und die Federung recht komfortabel. Nur die indirekte Lenkung beeinträchtigt den Fahrkomfort ein wenig.
Vier Türen: Endlich kann der Wrangler das Familienfahrzeug sein
Der neue Wrangler bietet nicht nur traditionelle Fahrwerksabstimmung, sondern auch modernen Komfort. Spätestens jetzt werden Puristen die Nasen rümpfen. Doch wer möchte sich denn allen Ernstes über eine Klimaanlage beschweren? Oder über elektrische Scheibenheber? Über zwei zusätzliche Türen für die hinteren Plätze werden vor allem Familienväter mit Offroad-Ambitionen hoch erfreut sein - endlich kann der Wrangler das Familienfahrzeug sein.
Mit fast drei Metern Radstand haben auch große Menschen in der zweiten Reihe genügend Beinfreiheit - wobei der mittlere Sitz nur eingeschränkt nutzbar ist. Über die 1310 Liter Gepäckraumvolumen wird sich auch kaum jemand beschweren wollen - mit umgeklappten Rücksitzen sind es sogar 2320 Liter, und das kann man dann schon Laderaum nennen.
Weg vom Image des Zweit- bzw. Spaßautos geht Jeep auch mit der Ausstattung der aktuellen Generation, die nicht nur mit einer MP3-tauglichen Audioanlage und hochwertigen Lautsprecher, sondern auch durch insgesamt bessere Optik und Haptik zu gefallen weiß. Und die Handhabung der Dachkonstruktion ist endlich auch familienfreundlich - das heißt, man braucht nicht mehr alle seine Stammtisch-Kumpels für den Ab- oder Aufbau des Hardtops. Nur das serienmäßige Softtop blieb fummelig.
Die Sicherheitssausstattung des Wrangler wurde von Jeep ebenfalls auf aktuelles Niveau gebracht: ABS, Antriebsschlupfregelung, ESP, elektronisches Überrollschutzsystem, Unterfahrschutz für Kraftstoffbehälter und Verteilergetriebe und natürlich Airbags - jedoch leider nur vorn.
34.990 Euro kostet der Jeep Wrangler Unlimited 2.8 CRD "Sahara" mit Automatikgetriebe. Für 5000 Euro weniger darf man den "Sport" manuell schalten, muss dann aber auch auf Selbstverständlichkeiten wie Nebelscheinwerfer, Fensterheber, Tempomat, Zentralverriegelung und Klimaanlage verzichten. Die gibt es nur im Paket mit Volltüren. Abgedunkelte Seitenscheiben, Lederlenkrad und Kompass gibt es nur im "Hard-Top-Paket Sport" mit allen anderen Extras für 3870 Euro.
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(sueddeutsche.de/Pressinform)
Umweltstiftung WWF in der Kritik