Von Von Stefan Zaumseil

Wem der Compass zu weich und der Grand Cherokee zu edel ist, der kann unbesorgt wieder zum Jeep Wrangler greifen. Der neue blieb die Allradikone, die er war, nur gibt's jetzt endlich einen Diesel und vier Türen.

Wem der Compass zu weichlich und der Grand Cherokee zu edel ist, der wird mit dem neuen Jeep Wrangler seine Freude haben. Endlich haben die Amis ihre Allradikone mit einem Diesel und vier Türen auf den Stand der Technik gebracht.

Jeep Wrangler

Der neue Wrangler fährt auf Wunsch auch viertürig vor: Endlich darf er auch Familienfahrzeug sein. (© Foto: Hersteller)

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Was mit dem Stammvater Willys BA anno 1940 begonnen hat, das findet im neuen Jeep Wrangler Unlimited seine bisher komfortabelste Krönung. Wer als Offroad-Fan jetzt qualvoll aufstöhnt, der sei beruhigt: Auch die aktuelle Wrangler-Generation ist nicht weichgespült für die Innenstadt - sondern wie gehabt ein echter Klettermaxe.

Das urtypisch quadratische Wrangler-Design mit wuchtigen Kotflügeln und dem einzigartigen Sieben-Lamellen-Kühlergrill zu ändern - das ist den Jeep-Leuten nicht einmal im Traum eingefallen. Immer noch reckt sich die Frontscheibe fast senkrecht gegen den Fahrtwind (allerdingsleicht gebogen inzwischen), trägt die Motorhaube außen angebrachte Verschlüsse und die Hecktür das außen festgeschraubte Ersatzrad. Die einzige sichtbare Änderung sind die nun runden Blinker in den vorderen Kotflügeln.

Der Wrangler blieb, was er war: ein echter Klettermaxe

Weiter mit all dem, was nicht neu ist: Die Türscharniere schlagen nach wie vor außen an und unverändert kann man die Türen aushängen - in Deutschland ist dann aber eine Kette fällig. Die stört nicht weiter, klimpert ein bisschen und der TÜV-Prüfer ist ebenso glücklich wie der Fahrer.

Dabei hat der Wrangler bekanntlich mehr zu bieten als nur ein cooles Aussehen. Jenseits von Sidepipes und Lampenbatterien für die Leopoldstraße ist der Wrangler immer noch ein echter Geländewagen. Nicht umsonst hat sich "Jeep" längst als Gattungsbegriff für Geländewagen eingebürgert - wie Flex für Winkelschleifer oder Tempo für Papiertaschentücher.

Mit verstärkten Dana-44-Achsen, Geländereduktion, elektronischen Differentialsperren an Vorder- und Hinterachse und einem Gewicht von knapp 1,8 Tonnen lässt der Wrangler Rubicon noch immer die Herzen aller Offroader heftiger schlagen. Wer noch nie mit einem Wrangler in Zeitlupe einen felsigen Berghang hochgeklettert ist, der weiß nichts mit solcher Begeisterung anzufangen.

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