Fiat legt den Turbo-Gang ein. Im Hoffnungsträger Bravo ergänzen zwei aufgeladene Benziner mit 120 und 150 Pferdchen den müden 90 PS-Motor. Den Fahrspaß bezahlt man leider an der Tankstelle.
Mit dem Bravo hat Fiat den Abstand zum Klassenprimus Golf deutlich verkürzt. Schick und schnittig, praktisch im Innenraum und sauber verarbeitet wirkt der kompakte Italiener. Auch bei den Motoren macht der Bravo jetzt Jagd auf den Wolfsburger. Zwei 1,4-Liter Turbomotoren (T-Jet mit 120 oder 150 PS) fordern den 1,4-Liter TSI (122, 140 oder 170 PS) der Wolfsburger heraus. Den T-Jet mit 120 PS gibt es sowohl für den Punto wie auch den Bravo, die 150 PS-Version geht nur im Bravo an den Start.
Verführer: Die Proportionen stimmen - und die Heckleuchten wirken fast schon sinnlich. (© Foto: Pressinform)
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Der Trend zum Downsizing beweist, wie wenig Hubraum moderne Motoren für einen ordentlichen Leistungsschub benötigen - vorausgesetzt, ein Turbolader hilft dem Aggregat auf die Sprünge. In der Sport-Ausstattung hatte der Testwagen ein Sportfahrwerk, Lederlenkrad, Sportpedale, lackierte Bremssättel und weitere Optik-Extras.
Mit 150 munteren Pferdchen ist der Bravo ausgesprochen flott unterwegs. Der Motor reagiert willig aufs Gas und stellt sein Drehmoment von 206 Newtonmetern ab 2250 Touren zur Verfügung. Es gibt ein kleines, aber noch spürbares Turboloch.
Kurzer Extraschub dank Overboost
Mit Overboost steigt das Drehmoment kurzfristig auf 230 Newtonmeter. Das sorgt nicht nur auf dem Papier (Beschleunigung von 0 auf 100 Km/h in 8,2 Sekunden) für gute Fahrleistungen. Der Turbo-Bravo macht viel Spaß, überzeugt durch ein knackiges Sechsganggetriebe und eine straffe Straßenlage. Mit einem Druck auf die Sport-Taste reagiert die Elektronik noch etwas fixer aufs Gaspedal.
Lederlenkrad und Schalthebel liegen perfekt in der Hand. Nur die zu weichen Wangen der Sitze lassen es etwas an Seitenhalt fehlen. Der Fahrkomfort stimmt, bei kurzen Bodenwellen leitet die Federung aber schon mal Stöße an die Passagiere weiter.
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FC Bayern nach dem verlorenen Finale