...ein wenig Schatten

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Ein Manko ist der Kofferraum - nicht nur wegen der mickrigen 464 Liter Aufnahmevermögen, sondern vor allem wegen der ungewohnt kleinen Luke, die sich auftut, wenn man den Kofferraumdeckel aufschwingt.

Die Ausstattung des STS ist schon ab Werk so üppig, wie man sie bei deutschen Herstellern nur in den Aufpreislisten findet. So gehören zur V8-Serienausstattung reichlich elektronische Helfer für alle Lebenslagen, Keyless-Entry-System, dazu ein vierfarbiges HeadUp-Display, Tempomat, sechs Airbags, Reifendrucküberwachung oder Zwei-Zonen-Klimaanlage. Ganz zu schweigen von dem Bose Surround Sound System, das den Innenraum aus 15 (!) Lautsprechern beschallt.

Und den 5.1-Kanal-Sound kann man nicht nur in der Garage genießen. Selbst wenn man ihn (per Startknopf) anlässt, dringt vom V8-Motor nur ein leises Grummeln in das Wageninnere - das auch bei strammer Fahrt nicht wesentlich lauter wird. Nur der V6 klingt etwas vernehmlicher.

Entspanntes Gleiten

Der legendäre, komplett aus Leichtmetall gefertigte Northstar-Achtzylinder mit 4565 cm³ Hubraum verleitet trotz seiner 239 kW/325 PS Leistung und seinem aus 427 Newtonmetern Drehmoment gespeisten Beschleunigungsvermögen (0 auf 100 km/h in 6,2 Sekunden, bei Tempo 250 wird abgeregelt) nicht zum sportlichen Kurvenfegen, sondern zum "American Way of Drive": cruisen.

Zum komfortablen Gleiten tragen auch die gut gestufte Fünfgang-Automatik und das (auf der Nordschleife des Nürburgrings) ebenso gut abgestimmte Fahrwerk ihren Teil bei. "Magnetic Ride Control" nennt Cadillac das stufenlos verstellbare Dämpfersystem, das ohne elektromechanische Komponenten arbeitet und die Dämpfung über eine mit magnetisierbaren Eisenteilen durchsetzte Hydraulikflüssigkeit praktisch in Echtzeit regelt.

Hab' Acht!

V6 oder V8? Wenn schon, denn schon - wer sich einen Cadillac STS zulegt, der wird das in der Regel auch "richtig" wollen. Und den V8 ordern. Der kostet zwar mit 57.950 Euro satte 12.000 Euro mehr als der V6. Und den werkseitig angegebenen Durchschnittsverbrauch von 12,4 Litern Super auf 100 Kilometer darf man getrost als optimistisch betrachten. Aber es war halt schon immer etwas teurer, einen amerikanischen Geschmack zu haben.

P. S.: Hollywood-Autoren müssen sich ein neues Gangster-Auto einfallen lassen - zum Transport von Entführungsopfern eignet sich der Cadillac STS nicht. Der Kofferraum kann per Hebel auch von innen entriegelt werden.

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(sueddeutsche.de/Pressinform)