Eines schönen Tages werden alle Autos rein elektrisch fahren. Doch weil rund um die Batterietechnik noch viel zu tun ist, werden verschiedenste Hybridvarianten die Brücken in die Zukunft schlagen müssen.
Diesel- und Benzinmotoren werden die Autowelt auch in den nächsten 20 Jahren noch dominieren, darüber herrscht bei den großen Autoherstellern und ihren Partnern in der Zulieferbranche weitgehend Einigkeit. Bei den Verbrennern sei das Sparpotenzial längst noch nicht ausgeschöpft, heißt es zum Beispiel beim Zulieferer Bosch.
Anzeige
Die Entwickler gehen davon aus, dass sich der Verbrauch von diesel- und benzingetriebenen Fahrzeugen durch ein ganzes Bündel von Effizienzmaßnahmen noch um rund 30 Prozent senken lässt, wenn man die Verbrenner von morgen mit dem Gros der heute zugelassenen Autos vergleicht. So werde ein serienmäßiger Diesel der unteren Mittelklasse in wenigen Jahren im Durchschnitt nur noch drei Liter verbrauchen.
Alternativen zu Benzin und Diesel muss es dennoch geben, das wird von den meisten Experten der Branche nicht mehr in Abrede gestellt. Denn die Ölvorräte dieser Welt sind begrenzt und die Förderung der verbliebenen Reserven wird mit immer höheren Kosten und Risiken verbunden sein.
Ethanol, Erdgas, Bio- oder synthetische Kraftstoffe können nach heutigem Stand der Dinge bestenfalls einen überschaubaren Beitrag zur Mobilität von morgen leisten. Die fernere Zukunft, da sind sich Motorenentwickler sicher, wird den automobilen Stromern gehören.
Für die elektrischen Aggregate spricht zum einen der deutlich höhere Wirkungsgrad. Steckt man in einen herkömmlichen Verbrennungsmotor eine Kilowattstunde Energie, so lassen sich damit nach Angaben der Bosch-Experten zwischen 1,5 und 2,5 Kilometer zurücklegen. Wesentlich effizienter sieht die Bilanz des Elektromotors aus: Der setzt eine Kilowattstunde in mehr als sechseinhalb Kilometer um.
Die Elektrifizierung der Antriebe wird sich allerdings nicht als revolutionäre Umwälzung der Automobilgesellschaft sondern in vielen kleinen Schritten vollziehen. Hybridantriebe sind die Brückentechnologie auf dem Weg zum rein elektrischen Fahren. Sie werden in den kommenden Jahren mit hoher Wahrscheinlichkeit eine immer größere Rolle spielen.
Sie sind jetzt auf Seite 1 von 3 nächste Seite
- Thema
- Alternative Antriebe RSS
- Xprice: Autorennen für Spritsparer Kampf der Öko-Boliden 17.08.2010
- Elektromobilität "Rohöl ist viel zu wertvoll, um es nur zu verbrennnen" 12.08.2010
- Alternative Antriebe Keine goldene Lösung 14.09.2010
- Macht Bio überhaupt noch Sinn? Das Dilemma mit dem Biosprit 13.09.2010
- Alternative Antriebe Glaubenskrieg 09.09.2010
- Kaufübersicht: Elektroautos Wir stromern los 24.09.2010
- Verbot für Benziner Schluss mit Vespa 20.09.2010
Vor dem ESC-Finale in Aserbaidschan
zumindest für den Normalverbraucher.
Nach 120 Jahren Batterieentwicklung braucht man heute immer noch 100kg Batterie, um 1 Liter Treibstoff zu entsprechen. Wobei der letzte Liter Benzin soviel Leistung abgibt wie der erste, bei Batterien die Leistung im letzten Viertel dramatisch abnimmt.
Selbst wenn es in 10-20 Jahren gelingen sollte, die Leistungsfähigkeit der Batterien zu verdreifachen, bräuchte man immer noch 1 to Batterien, um 30 Liter Treibstoff zu ersetzen. Das Mehrgewicht von 960 Kg gegenüber Benzinautos würde einen großen Teil der höheren Effizienz wieder auffressen.
Also werden auch unsere Enkel noch mit Autos fahren, in denen ein 15PS-Diesel schnurrt und dauernd die 100kg-Batterien auflädt.
... sagt zumindest Martin Eberhard:
http://www.autocar.co.uk/News/NewsArticle/AllCars/251872/
Der ehemalige Mitbegründer von Tesla Motors arbeitet heute für Volkswagen, und ihm traue ich irgendwie die höhere Kompetenz in Sachen E-Autos zu als dem Herrn Osten.
Im Artikel erwähnt Eberhard, dass der Preis für die neuesten 18650er-Zellen mit über 250Wh/kg bei nur noch 200EUR/kWh liegt.
Wer waren nochmal die "Experten", die immer was von 1000EUR/kWh und mehr erzählen?