Elektroautos Warten auf Grün

Die Summe ist ein Taschengeld im Vergleich zu den Milliardensubventionen, mit denen die USA ihre kränkelnden Autogiganten am Leben halten - und doch ein Kapital, das in der Mega-Krise erst einmal organisiert werden will. "Bis jetzt haben wir uns mit eigenen Mitteln finanziert. Nun sprechen wir mit verschiedenen Gruppen, die sich für ein mögliches Investment interessieren. Dazu gehören strategische Partner - zum Beispiel aus der Stromindustrie - und Partner aus dem Finanzsektor", sagt Buchter. Die Schweizer bauen darauf, dass Energieriesen ihr Produkt Strom mit Hilfe eines schicken Elektroautos "emotionalisieren" könnten.

Der Status-Stromer

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Bei ersten Testfahrten im verregneten Berlin und an den verschneiten Ufern des Tegernsees konnte der Mindset-Prototyp bereits unter Beweis stellen, dass er auch bei unwirtlichen Witterungsbedingungen problemlos funktioniert. Flüsterleise und sehr schnell dreht der Wagen seine Runden. Wer im Interieur Platz nimmt, fühlt sich in einen alten amerikanischen Straßenkreuzer versetzt - eine durchgehende Sitzbank aus Leder und ein großer Fußraum, der von keiner Mittelkonsole durchbrochen wird, sorgen für Behaglichkeit. Erst bei höherem Tempo erinnert die noch nicht installierte Geräuschdämmung daran, dass man in keinem Serienmodell sitzt.

Der Mindset schafft den Spurt von 0 auf 100 km/h in rund sieben Sekunden und bringt gute 800 Kilogramm auf die Waage. Um die rein elektrische Reichweite (100 bis 200 Kilometer) zu erhöhen, springt bei Bedarf ein 17 kW starker Einzylindermotor als Stromgenerator ein. "Unser Range Extender soll nur soviel Leistung bringen, wie man wirklich benötigt" sagt Mindset-Chefingenieur Stephan Hartmann. Die Reichweite soll man auch rein elektrisch erhöhen können - mit einem zweiten Batteriepack anstelle des Stromgenerators.

Ob Mindset, Ampera, Loremo oder Mini E bald eine elektrische Ära einläuten, die nicht mehr aus elektrifizierten Plastikkisten oder in Kleinserie umgerüsteten Pkw besteht, bleibt also abzuwarten. Auch wenn viele Experten noch auf Jahrzehnte hin eine Dominanz des Verbrennungsmotors erwarten, dürfte sich der Elektroantrieb nach und nach etablieren. Die Renault-Nissan-Allianz etwa bereitet sich auf eine "neue Automobilära" vor, mit elektrischem Licht am Ende des Tunnels: "Die Automobilindustrie sollte aus dieser Krise mit umweltschonenderen Produkten hervorgehen, die besser an das neue wirtschaftliche Umfeld angepasst sind. Das Automobil bleibt unersetzlich", glaubt Renault-Präsident Carlos Ghosn.

Loremo LS

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