Sündhaft teure Supersportler oder billig wirkende Plastikkisten: Zwischen Tesla Roadster und Think City klafft bei den Elektroautos eine Lücke. Der Mindset will sie schließen. Wir fuhren den Prototypen.
Ein kräftiges Surren erfüllt das beschauliche Sträßchen am Vierwaldstätter See. Lorenzo Schmid tritt das Pedal durch und der silberne Elektro-Flitzer schießt wie ein Sportwagen davon. Noch ist der Mindset nur ein rollender Antriebsstrang mit ein bisschen Blech drum herum. Doch schon 2009 sollen die ersten Autos ausgeliefert werden. Die Karosserie, gestylt vom ehemaligen VW-Designchef Murat Günak, steht als lebensgroßer Entwurf in einem Glaskasten mitten auf der Wiese von Schmids Villa und hat bereits für viel Aufsehen gesorgt.
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Der Elektrowagen Mindset soll echtes Begehren wecken und nicht nur ein vernunftbetontes Fortbewegungsmittel sein. (© Foto: Mindset)
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Mal was Neues: ein Elektroauto als Statussymbol
Mit Murat Günak, Finanzier Lorenzo Schmid und Design-Professor Paolo Tumminelli hat der Mindset hochkarätige Geburtshelfer. Die Trendsetter aus der Schweiz haben jedoch ein angenehmes Defizit: Ihnen fehlt der erhobene Zeigefinger. Von ihnen muss man keine hysterische Verteufelung des Automobils befürchten. In der Broschüre zum Mindset wird etwa das Thema CO2 nur am Rande erwähnt, und das mit dem Hinweis auf die Tatsache, dass der private Verkehr weltweit lediglich für 12 Prozent aller CO2-Emissionen verantwortlich ist.
"Automobilität ist zentraler Bestandteil einer zivilen Gesellschaft. Es geht nicht darum, ob man weiterhin Auto fahren darf, sondern darum, was für ein Auto man fahren wird", glauben die Schweizer Weltverbesserer.
"Bisher wurde alles, was man bei Elektroautos falsch machen konnte, auch falsch gemacht", meint Lorenzo Schmid. Meist habe es sich um "unattraktive Plastikkisten" und "Symbole des Verzichts" gehandelt. Schmid selbst hat schon einmal erfahren müssen, das die Etablierung eines Elektromobils Haken und Ösen hat: Sein Elektro-Dreirad Twike blieb zumindest aus kommerzieller Sicht weit hinter den Erwartungen zurück.
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- Elektroauto Mindset Der Status-Stromer 15.09.2008
- Zukunft der Elektroautos "Die Lösung ist Strom" 08.09.2008
- Chevrolet Volt Inoffiziell offiziell 11.09.2008
- Think City Lautlos vorbeigezogen 12.03.2008
- Smart ed im Dauertest Das tägliche Rumstromern 04.09.2008
FC Bayern nach dem verlorenen Finale
www.mindset.ch
Ich kann hier Links finden zur Schweiz, Werbung zu Ford, Karmann Ghia Links aber keinen einzigen Link zum Mindset Projekt?
Ich interessiere mich für den Wagen, warum kann ich ihn nicht sehen im Netz?
Viele Grüße
Leute sich über den Benzinverbrauch anderer Leute Autos auslassen."
Und das ist ebenso klar: Wenn ich mich nicht dafuer interessiere, welche Umweltschaeden ich anrichte, dann finde ich eben alle, die ebendiese aufzeigen peinlich.
Was mich (jenseits jeglicher Oekoromantik) an Sportwagen interessiert ist die Technik, die Dynamik beim Fahren und das (Fehlen von lautem) Geraeusch - und da kommt kein Benzinbrenner an einen Tesla oder einem Mindset mit :-)
...benötigt.
Braucht es doch ein extra Getriebe?
"Mit einem 911er oder einem Ferrari unterwegs zu sein, ist doch heute nur noch peinlich"
interessantes Statement, welches sich bei genauerer Betrachtung aber selbst aufhebt.
Es setzt vorraus, dass man mit einem 911er oder Ferrari unterwegs ist, um aufzufallen. Gleichzeitig würde das aber nur funktionieren, wenn es Personen gibt, die auf soetwas achten. Diese wiederum empfinden dann das Auftreten offenbar als peinlich.
Oder anders gesagt, ich kenne keinen Porsche- oder Ferrarifahrer, der das Bewegen seines Fahrzeuges als peinlich erachtet, viel eher finden es diese Personen peinlich, wenn Leute sich über den Benzinverbrauch anderer Leute Autos auslassen.
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